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Kleingärten in der Stadt lassen

CDU/FDP-Ratsgruppe Kleingärten in der Stadt lassen

Die CDU/FDP-Ratsgruppe und der Bezirksverband der Göttinger Kleingärtner sind sich einig: Die Kleingärten sollen in der Stadt bleiben. Mit Unverständnis reagierten die beiden Vorstände auf Vorstöße der grünen Fraktion, Kleingartenanlagen aufzulösen oder an den Stadtrand zu verlegen, um so freiwerdende Gartenflächen für Wohnbebauung zu nutzen.

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Erntet im eigenen Garten: Eine Kleingärtnerin aus Geismar.

Quelle: CH (Archiv)

Göttingen. Denn auch wenn die Zahlen für benötigte Wohnungsneubauten in Göttingen "deutlich nach oben gerutscht" seien, glaubt der planungspolitische Sprecher der CDU/FDP-Gruppe, Hans-Otto Arnold fest daran, "dass wir im Stadtgebiet mit etwas mehr Kreativität und Flexibilität, der Überarbeitung wie auch der Neufassung von Bebauungsplänen in den nächsten Jahren genügend Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung haben werden - auch ohne dass wir Kleingartenflächen angreifen".

Fahrten an den Stadtrand

Es sei ein "krummes Argument" der Grünen, "wenn man angeblich Pendlern durch neue Wohnungen in Göttingen teure Fahrten mit dem Pkw ersparen möchte, gleichzeitig aber den Familien, die jetzt in wenigen Minuten fußläufig oder mit dem Fahrrad zu ihren Gärten kommen können, Fahrten an den Stadtrand oder darüber hinaus zumutet“, sagte Marcel Pache, stellvertretender Vorsitzender des CDU/FDP-Ratsgruppe.

Naherholung im Kleingarten

Kleingartenanlagen erfüllten "eine große Bandbreite an ökologischen wie auch sozialen" Funktionen. Sie seien für eine Vielfalt von Pflanzen und Kleinlebewesen unerlässlich und hätten eine wichtige Naherholungsfunktion. Auch würde das Kleinklima der Stadt "sicher negativ" beeinflusst, verschöbe man die Kleingärten an die Peripherie.

Integration von Migranten

„Ungenutzte Parzellen gibt es schon lange nicht mehr", sagte Helmut Papke, Vorsitzender des Göttinger Bezirksverbandes mit 21 Vereinen und rund 2000 Mitgliedern. Neben vielen Familien mit Migrationshintergrund interessierten sich wieder "viele junge Familien für einen Kleingarten, und dies ganz bewusst nicht nur als Grillwiese und Kinderspielplatz, sondern besonders auch zum Anbau möglichst unbelasteter sauberer Lebensmittel für die eigene Familie". Marco Prohl, vom Vorstand des Bezirksverbandes, verweist zudem auf die in den vergangenen Jahrzehnten erbrachte Integrationsleistung der Mitgliedsvereine.

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