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Kleingartenverein Leinetal feiert 80-jähriges Bestehen

80-jähriges Bestehen Kleingartenverein Leinetal feiert 80-jähriges Bestehen

Der Kleingartenverein Leinetal ist die älteste Kolonie Göttingens und feiert dieses Jahr 80-jähriges Bestehen. Der runde Geburtstag soll am Sonntag, 14. August, im Schrebergarten gefeiert werden. Vorab blicken Horst Bäthe und Andreas Zeh auf die Geschichte des Kleingartens zurück.

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Andreas Zeh (2. Vors., l.) und Horst Bäthe (1. Vors., r.)

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Dazu haben sie das alte Vereinsbuch durchforstet, in dem sich Bilder und handschriftliche Einträge befinden. Das Buch dokumentiert zahlreiche Feiern, Ausflüge und Ereignisse, etwa die Gründung der Schrebergartenkolonie unter der Eisenbahnbrücke am 1. Mai 1936.

Früher eingesetzt heute gewählt

Ein Vereinsheim gab es damals noch nicht, auch keine demokratische Abstimmung. „Der Verfasser dieser Chronik möchte nochmals feststellen, dass in einer Diktatur nicht gewählt wurde, sondern man setzte einen Vorstand ein“, steht im Vereinsbuch.

Ordentlich und aktuell gewählt wurden hingegen Bäthe und Zeh, als erster und zweiter Vorsitzender. Sie kümmern sich um die Belange der 50 Mitglieder mit 39 Gärten. 312 Quadratmeter sind die einzelnen Parzellen groß, die Lauben messen zwei mal drei Meter.

Die Schrebergärtner in der Leinetal-Kolonie haben allerdings auch schwere Zeiten durchgestanden. Sie wurden Opfer von Einbrüchen und Vandalismus. Zweimal auch vom  Hochwasser der Leine: Das setzte in den Jahren 1986 und 1996 die Gärten und Lauben unter Wasser und vernichtete die Ernte.

Freude am Gärtnern und der frischen Luft

Die beiden Vorstände sind überzeugte Kleingärtner. Bäthe hat sich damit einen lang ersehnten Wunsch erfüllt: „Wenn ich im Ruhestand bin, will ich einen Garten haben“, erklärte der Rentner. Und den hat er seit 1995, mit einem kleinen Teich, in dem Seerosen wachsen und Fische schwimmen. Im Winter wartet er auf die Gartensaison und freut sich, wenn es wieder los geht. Neben der Gartenarbeit gefällt es ihm, an der frischen Luft zu sein.
Zeh ist in der Kolonie groß geworden. Seine Eltern hatten seit 1970 einen Kleingarten, seit 1988 bewirtschaftet er seinen eigenen. Er sieht einen Wandel in der Nutzung der Gärten: Während früher Obst und Gemüse zu Versorgung angebaut wurden, dient das eigene Stück Grün heute überwiegend der Freizeitgestaltung.

Obwohl sich auch beides miteinander verbinden lässt: In den Sommerferien hat Zeh gerne mit seinen Kindern im Schrebergarten gezeltet. Gegessen wurde, was das Beet hergab. Das kochte Zeh meistens gleichzeitig in einem großen Topf. „Das wollen die Kinder heute noch so essen“, erzählt der Hobby-Gärtner. Er will seinen Garten demnächst an seinen längst erwachsenen Sohn weitergeben. Damit lebt Zeh den Generationenwechsel, den die Kleingärtner anstreben: Sie wollen junge Familien mit Kindern für ihre Kolonie begeistern, damit der älteste Kleingartenverein Göttingens jung bleibt.

Kleingartenverein Geismar feiert 65. Geburtstag

Göttingen. Vor 65 Jahren sind beim Kleingartenverein Geismar die ersten Pachtverträge abgeschlossen worden. Göttinger Familien und Kriegsflüchtlinge hatten sich vorab zusammen getan, um die Gründung einer gemeinsamen Kolonie zu beschließen. Am Sonnabend, 5. August, soll das Jubiläum mit einem Lichterfest gefeiert werden.

Dazu sollen Wege und Vereinsgelände am Schulweg 99 dekoriert und beleuchtet werden. Die Feier beginnt um 15 Uhr mit unterschiedlichen Aktionen für Groß und Klein, ab 19 Uhr gibt es Musik von DJ Andy.
Kleingärten seien nicht out, erklären Hannelore Pohl und Claudia Löning aus dem Vereinsvorstand. Es gebe gerade einen Generationenwechsel. „Es kommen immer mehr Anfragen von jungen Familien, die eine kleine Oase suchen“, sagt der Vereinsvorsitzende Klaus Matschuck. Er betont, dass es auf die Mischung ankomme. Ältere Laubenbesitzer seien ebenso wichtig, weil sie jede Menge Erfahrungen einbrächten.

1. Vors. des KGV Geismar Klaus Matschuk

Quelle: Hinzmann

Die Gärten und Lauben gestalten die Kleingärtner individuell, wenn auch nach Vorgabe. Laut Kleingartenvertrag ist je ein Drittel für den Gemüseanbau, für Sträucher und Bäume sowie für Rasen vorgesehen. „Wir sind aber nicht so penibel, eher ein bisschen großzügig“, sagt Pohl. Der Nutzgartenanteil sei heute deutlich reduzierter, und der Freizeitaspekt stehe im Mittelpunkt, ergänzt Löning.

106 Gärten zählt der Kleingartenverein. 70 liegen neben der Integrierten Gesamtschule Geismar, die anderen an der Röderbünde. Die Stadtnähe der Kolonie sei ein großer Vorteil. Gleichzeitig müssten die Hobby-Gärtner immer wieder für ihre Parzellen und gegen neue Bebauungspläne der Stadt Göttingen kämpfen. Dabei würden die Laubenbesitzer nicht nur ihre Gärten, sondern auch das Gesellige miteinander genießen. wes

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