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Klinikum: Publikationen werden geprüft

Nach Organ-Skandal Klinikum: Publikationen werden geprüft

Der Transplantationsskandal am Göttinger Universitätsklinikum beschäftigt jetzt auch wissenschaftliche Kontrollinstitutionen. Das Ombudsgremium der Göttinger Universitätsmedizin will die Publikationen des unter Korruptionsverdacht stehenden früheren Leiters der Transplantationschirurgie unter die Lupe nehmen.

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Nach dem Organ-Skandal werden am Uni-Klinikum in Göttingen nun Publikationen des verdächtigten Arztes kontrolliert.

Quelle: dpa

Göttingen. Man wolle überprüfen, ob darin manipulierte Patientendaten verwendet worden seien, teilte Klinikumssprecherin Bettina Bulle mit. Außerdem würden laufende Promotionen aus den beiden betroffenen Abteilungen überprüft. Die Doktoranden würden individuell betreut und unterstützt, damit sie ihre Doktorarbeiten erfolgreich abschließen können.

Der 45-jährige Mediziner steht unter dem Verdacht, sowohl in Göttingen als auch an seinem früheren Arbeitsplatz am Uniklinikum Regensburg in jeweils 23 Fällen Patientendaten manipuliert zu haben, um diesen bevorzugt zu einer Spenderleber zu verhelfen. In die Manipulationen am Göttinger Klinikum soll auch der kürzlich vom Dienst frei gestellte Leiter der Abteilung Gastroenterologie und Endokrinologie verwickelt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Göttingen prüft, ob andere Patienten infolge eines ausgebliebenen Spenderorgans gestorben sind.

Sie ermittelt gegen beide Mediziner wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, während die Staatsanwaltschaft Regensburg die Verdachtsfälle an der bayerischen Klinik prüft.

pid

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Im Transplantationsskandal am Universitätsklinikum gibt es jetzt erstmals indirekte Hinweise darauf, dass bei den Manipulationen auch Geld im Spiel gewesen sein könnte. So soll der frühere Leiter der Transplantationschirurgie für einen ausländischen Organempfänger eine Pauschale von rund 8700 Euro an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gezahlt haben.

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