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„Knochenmühle“ in Herberhausen wieder geöffnet

Neues Konzept „Knochenmühle“ in Herberhausen wieder geöffnet

Das traditionsreiche Restaurant „Knochenmühle“ hat nach fünfmonatigem Leerstand wieder geöffnet. Das Besondere: Der neue Betreiber Jochen Humann-Bellin plant einen Betrieb mit Inklusions-Charakter, in dem junge Behinderte und erfahrene Fachleute gleichberechtigt nebeneinander arbeiten.

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Freuen sich auf Gäste: V.l. Jochen Bellin,  Aeran Kim, Christian Renault, Thomas Hanssen, Jochen Bellin, Wolfgang Tonollo und Jochen Henke vor der Knochenmühle

Quelle: Pförtner

„Wir wollen nicht, dass die Gäste aus Mitleid kommen, sondern weil sie bei uns einen sehr guten Service genießen und sehr gut essen können“, betont Humann-Bellin. Darum hat der studierte Agrar-Ingenieur, der seit vielen Jahren als selbständiger rechtlicher Betreuer von Behinderten fürs Amtsgericht tätig ist, auch erfahrene Profis eingestellt: Thomas Hanssen, der zuvor fünf Jahre beim „Muskat“ kochte, als Küchenchef, Urgestein Christian Renault, der schon in der Klostermühle und im Apex kochte sowie das St. Germain in Geismar betrieb, als dessen Assistenten. Darüber hinaus eine Reihe haupt- und nebenberuflicher Fachleute für Küche und Service.

 
Im August soll der erste Behinderte im Rahmen eines Praktikums einsteigen. Im Laufe des Herbsts will Humann-Bellin dann vier bis fünf weitere Behinderte als Voll- und Teilzeitkräfte einstellen, und zwar für die Küche, den Service und als Hausmeister. Dabei wird den jungen Leuten der Verein „ERIK – Eltern für ein regionales Integrationskonzept“ zur Seite stehen.

 
„Wir werden ihnen einen Jobcoach zur Verfügung stellen“, so ERIK-Vorsitzender Jochen Henke. Behinderter, Jobcoach und Betrieb werden dann gemeinsam ergründen, was der Behinderte kann und was nicht, was seine Bedürfnisse sind und seine Wünsche. Der künftige Arbeitsplatz soll dann genau auf diese Faktoren zugeschnitten werden.

 
„Mein Bruder Joachim und ich waren von Anfang an von dem Konzept begeistert“, betont  Wolfgang Tonollo, Inhaber der Knochenmühle-Immobilie. Es sei eine tolle Sache für die Behinderten, und auch sein Unternehmen sowie die im Tonollo-Pressehaus ansässigen Mieter würden profitieren. Wert legt Tonollo darauf, zu betonen, dass die Schließung des bis Anfang Februar in der Knochenmühle ansässigen „Kalimera“ ausschließlich gesundheitliche, keine wirtschaftlichen Gründe hatte. hr

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