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„Knöllchen-Horst“ erstattet 600 Anzeigen

Falschparker-Jäger aus dem Kreis Osterode dehnt Jagdrevier aus „Knöllchen-Horst“ erstattet 600 Anzeigen

Ein als „Knöllchen-Horst“ berüchtigter privater Falschparker-Jäger aus dem Landkreis Osterode hat sein Jagdrevier ausgedehnt. Auch im Nachbarkreis Göttingen fahndet er offensichtlich systematisch nach falsch abgestellten Fahrzeugen. Allein seit Jahresbeginn 2014 seien rund 600 Anzeigen eingegangen, sagte ein Landkreissprecher der Deutschen Presse-Agentur. Wie viele Autofahrer die Ordnungsbehörden daraufhin belangt haben, wollte er nicht sagen.

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Der als «Knöllchen-Horst» bekannt gewordene Horst-Werner N. (l) bespricht im Amtsgericht Herzberg am Harz mit seinem Anwalt Hermann Wichmann. Der private Falschparker-Jäger aus dem Kreis Osterode hat sein Jagdrevier ausgedehnt und fahndet systematisch auch im Nachbarkreis Göttingen nach falsch abgestellten Fahrzeugen.

Quelle: dpa

Duderstadt. In Duderstadt haben Ladenbesitzer mit Empörung auf die private Falschparker-Jagd reagiert.

Das Eichsfelder Tageblatt griff Beschwerden von Geschäftsleuten auf, die die Aktionen als unerträglich und geschäftsschädigend einstufen. Kunden, Vertreter und Lieferanten fühlten sich verfolgt und bespitzelt. In einen Schreiben an die Stadt Duderstadt haben die Einzelhändler gefordert, im verkehrsberuhigten Bereich auf der Spiegelbrücke Kurzzeitparkplätze zu markieren, um Anzeigen vermeiden zu können.

„Knöllchen-Horst“ soll in den vergangenen Jahren Zehntausende Falschparker angeschwärzt haben. Für bundesweite Schlagzeilen sorgte er, indem er einen im Einsatz befindlichen Rettungshubschrauber wegen behindernden Parkens auf einem Gehweg anzeigte.

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat dem Mann bescheinigt, ein Denunziant zu sein. Wer es sich zum Hobby mache, regelmäßig Falschparker aufzuschreiben, gehe einer „denunziatorischen Tätigkeit“ nach.

lni

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