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Kochkurs mit Georgios Koukoulas in Reinhausen

Jugendgruppe plant Veranstaltungsreihe Kochkurs mit Georgios Koukoulas in Reinhausen

Maika Dieterich ist ob der Fertigkeiten des Meisters bass erstaunt. „Sogar beim Zwiebelschneiden hat er eine besondere Technik drauf“, wundert sich die 16-Jährige. Aber sie und die anderen zwölf Mädchen, die an diesem Abend den Weg ins Familienzentrum Reinhausen gefunden haben, lernen natürlich nicht nur das fachmännische Zerkleinern von Gemüse.

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Georgios Koukoulas gibt sein Wissen weiter.

Quelle: HR

Reinhausen. Sie erhalten auch einen rund dreistündigen Intensivkurs in der Kunst des Kochens, einschließlich Ernährungslehre. Ihr Lehrer ist ein wahrer Profi: Georgios Koukoulas der früher die Restaurants „Knochenmühle“ in Herberhausen sowie „Z-Sorbas“ in Göttingen geführt hat. Organisiert hatten das Projekt die Jugendlichen selbst.

Alles erklärt der 76-Jährige seinen fasziniert lauschenden Zuhörerinnen ganz genau. Von der Vor- über die Zubereitung bis hin zum Würzen und Abschmecken. Zwischendurch lässt der gebürtige Grieche die 14- bis 17-Jährigen an seinem reichen Wissensschatz in punkto Lebensmittel und gesunder Ernährung teilhaben. So erzählt er, dass der Bitterstoff von Löwenzahn äußerst gesund sei, weil er die Leber entgiftet. Und dass viele Vegetarier an B12-Mangel litten, weil dieses vor allem in Fleisch enthalten ist. Was also tun, um den Körper – trotz fleischloser Ernährung – ausreichend mit dem lebenswichtigen Vitamin zu versorgen? „Linsen essen“, betont Koukoulas, weshalb er neben einen veganen Kartoffel-Zucchini-Auberginen-Auflauf,  einen Endiviensalat sowie geschmorten Hähnchenkeulchen mit Reisnudeln auch eine Linsensuppe auf den Speiseplan gesetzt hat.  

„Wir lernen unheimlich viel“, lobt Larissa Stöpler (15). Und Pia Többen (14) ist sich sicher, „dass ich nach diesem Abend viel besser kochen kann als vorher“. Nur Tabea Richter ist traurig, ja, der 14-Jährigen kommen sogar die Tränen: „Ich hab Zwiebeln geschnitten – die waren ganz schön scharf.“ Doch spätestens, als alle beim abschließenden Mahl zusammensitzen, ist aller Schmerz vergessen. „Es schmeckt großartig“, schwärmt Henrike Grimm (17), „vor allem die Soße auf den Hähnchen ist sensationell“.    

Die Idee zu dem Kochabend hatten Sophie Döring und Svea Venus auf einer Sitzung des Arbeitskreises für Jugendfragen der Gemeinde Gleichen zur Sprache gebracht. Die beiden 17-Jährigen kümmerten sich anschließend auch um die Umsetzung. „Wir wollen eine Reihe ´Kochen rund um die Welt´ ins Leben rufen“, erklärt Uwe Renke vom Kinder- und Jugendbüro. Jeden letzten Freitag im Monat soll ein Kurs stattfinden.

Migranten mit Kochkenntnissen können sich bei Uwe Renke unter der Telefonnummer 05592/927 003 melden.          

Von Hauke Rudolph

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