Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Köhler verteidigt geplante Möbelmärkte

Tannhäuser: "Göttingen muss nacharbeiten" Köhler verteidigt geplante Möbelmärkte

In einem Schreiben an die fünf Bürgermeister der umliegenden Mittelzentren hat sich Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) für die beiden in Grone geplanten Möbelmärkte stark gemacht.

Voriger Artikel
Feuerwehren müssen immer häufiger löschen
Nächster Artikel
Bau verzögert sich

 Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) macht sich für die beiden in Grone geplanten Möbelmärkte stark.

Quelle: Archiv

Göttingen. Die Befürchtungen gegen die Ansiedlung nehme er aber ernst, heißt es in dem Schreiben von Anfang Dezember.

 "Die geplante Neuansiedlung kann und soll auch attraktiv für die Region sein, und sie soll Kaufkraft zurückholen, die derzeit nach Hannover und Kassel fließt. Dies kann nur durch ein attraktives, modern aufgestelltes Einrichtungshaus gelingen", schreibt Köhler an die Bürgermeister von Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode. Auch ihm sei eine gut aufgestellte und starke Region wichtig.

Daher, so Köhler, müsse die Rollen- und Aufgabenverteilung zwischen Grund-, Mittel- und Oberzentrum "verantwortungsvoll und nachhaltig" bestimmt werden. Nun gelte es, "den Fokus nicht allein auf die Region und ihre Zentren selbst zu richten, wir müssen uns vielmehr dem Wettbewerb mit den benachbarten Regionen und Oberzentren stellen".

Göttingen als Oberzentrum habe eine Verantwortung nicht nur für die eigene Entwicklung, sondern auch für die zugehörigen Mittel- und Grundzentren. Der bisherige Prozess sei "transparent" und "durch Gutachten unterlegt". Belange der Raumordnung würden "sorgfältig" beachtet, die eingebrachten Stellungnahmen abgewogen. 

Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser hofft, dass sich die Stadt Göttingen trotz der klaren Aussage Köhlers bei der Ansiedlung der Möbelhäuser noch bewegt. "Göttingen muss nacharbeiten", sagte Tannhäuser. Er beruft sich auf einen Brief des niedersächsischen Ministers für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christin Meyer (Grüne).

Der betone, so Tannhäuser, dass bei der Beurteilung der Möbelhausansiedlung nicht nur die Innenstädte betrachtet werden müssten, sondern auch Standorte wie etwa das Medenheim Centrum in Northeim. Es gehe ihm nicht darum, Wettbewerb zu verhindern, es gehe ihm um "gesunden Wettbewerb". Tannhäuser fürchtet, dass es Familienunternehmen in den Region mit der Neuansiedlung und dem Abfließen von Kaufkraft nach Göttingen künftig sehr schwer haben werden.

In Grone ist derzeit der Bau eines XXXL-Möbelmarktes mit rund 27000 Quadratmetern und eines Poco-Möbeldiscounters mit 6000 Quadratmeter geplant. Gutachter gehen von einem Umsatz von rund 50 Millionen Euro aus. Ein nicht unerheblicher Teil, so Tannhäuser stamme auch von Kunden aus den benachbarten Mittelzentren.

 "Ich hoffe und setze auch künftig auf gute und offene nachbarschaftliche Zusammenarbeit - auch wenn wir in der vorliegenden Diskussion nicht zu vollständig einvernehmlichen Lösungen komm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"