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Gegen den Landestrend

Komasaufen: Mehr Fälle in Göttingen Gegen den Landestrend

In Niedersachsen ist die Zahl der jugendlichen Komasäufer gesunken. Nicht aber in Göttingen: Dort stiegen die Zahlen an, teilt das Universitätsklinikum mit.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen. Im vergangenen Jahr kamen nach Informationen der Krankenkasse DAK insgesamt 2072 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes sei die Zahl im Vergleich zu 2014 damit um knapp drei Prozent oder 62 Personen gesunken. Anders in Göttingen: Registrierte das Göttinger Universitätsklinikum im Jahr 2014 noch 82 volltrunkene Personen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren, waren es im vergangenen Jahr bereits 99.

Der Anstieg ging fast ausschließlich auf das Konto junger Frauen: Dort stieg die Zahl von 31 auf 46, während bei den Jungen ein Anstieg nur um zwei Fälle auf 53 verzeichnet wurde. In der Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren hat sich die Zahl der weiblichen Rauschtrinker sogar mehr als verdoppelt: 19 gegenüber neun Fällen weist die Klinikumsstatistik aus. Bei den Jungen gab es einen Fallzahlanstieg von zehn auf zwölf. Eine Trendwende sieht das Uni-Klinikum nicht: Die Anzahl der im Vollrausch eingelieferten Jugendlichen „dürfte sich für 2016 in der Hochrechnung eher verstetigen“, sagt Sprecher Stefan Weller.

Auch bei den sehr jungen Patienten zwischen zehn und 15 Jahren sei „kein Rückgang zu erkennen“. Zahlen über Einlieferungen wegen Alkoholvergiftung junger Menschen ins Weender Krankenhaus gibt es nicht: Das Phänomen spiele dort keine Rolle, erklärte eine Sprecherin. Im Jahr 2015 kamen landesweit 1182 Jungen und 890 Mädchen aus Niedersachsen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in die Klinik.

Während die Zahl bei den Jungen im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent zurückging, gab es bei Mädchen und jungen Frauen dagegen einen Anstieg von zwei Prozent. Den größten Rückgang gab es bei den zehn bis 15-Jährigen Jungen mit fast 17 Prozent. In dieser Altersgruppe kamen 2015 insgesamt 84 Rauschtrinker in die Klinik – 17 Kinder weniger als im Vorjahr. In der gleichen Altersgruppe war bei den Mädchen allerdings ein Anstieg von 16,2 Prozent zu verzeichnen.

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