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Komba-Mitglieder stimmen für unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen

Urabstimmung Komba-Mitglieder stimmen für unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen

92,8 Prozent der Mitglieder der Gewerkschaft Komba in Niedersachsen haben sich in einer Urabstimmung für unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen im Sozial- und Erziehungsdienst ausgesprochen. Der Urabstimmung vorausgegangen waren fünf ergebnislos geführte Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Hannover. „Die Arbeitgeber haben sich in den bisherigen Verhandlungen trotz erster Warnstreiks nicht bewegt und unsere berechtigte Forderung nach einer Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst kategorisch abgelehnt. Jetzt haben unsere Kolleginnen und Kollegen ein klares Votum abgegeben und ein deutliches Signal an den Arbeitgeber gesendet. Sie sind bereit, für ihre berechtigten  Forderungen zu kämpfen“, so Oliver Haupt, Komba-Sprecher.

Ab Freitag, 8. Mai, wird die Kommunalgewerkschaft komba nach eigenen Angaben zunächst zu einem sogenannten Blockstreik bis zum  21. Mai aufrufen. Aktionsschwerpunkte sollen in diesem Zeitraum unter anderem auch in Göttingen liegen. „Wir wollen mit unseren Streiks nur die Arbeitgeber treffen, wissen aber natürlich gleichzeitig, dass unsere Streiks auch eine Belastung für die Eltern sind. Bessere Arbeitsbedingungen für unsere Kolleginnen und Kollegen sind aber gleichzeitig bessere Lernbedingungen für die Kinder. Wir wissen sie daher auf unserer Seite“, so Haupt weiter. "Über die genauen Streikdetails werden wir die Eltern frühzeitig vor Ort mit Elternbriefen informieren."

Bei den Tarifverhandlungen zum Sozial- und Erziehungsdienst fordert die Komba eine echte Wertschätzung und bessere Bezahlung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst. Dies hätten die Arbeitgeber trotz Anerkennung steigender Belastungen für die Beschäftigten bisher kategorisch abgelehnt.

Das notwendige bundesweite Abstimmungsergebnis der drei beteiligten Gewerkschaften Verdi, GEW und dbb steht noch aus, es wird spätestens Mitte der Woche erwartet. Dass die dafür notwendigen 75 Prozent der Stimmen zusammenkommen, gilt laut Verdi aber als sicher.

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