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And the loser is ...

Die Muppet Show im Weißen Haus And the loser is ...

Schnappatmung bei Politikredakteuren, angestrengtes Ringen um die richtigen Worte und diplomatisch korrekten Formulierungen in der Bundesregierung, Fassungslosigkeit im Lager der political correctness und fröhliches Johlen unter Europas Populisten. Donald Trump wird der 45. US-Präsident.

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Donald Trump in Aktion: Bald wird er der 45. Präsident der USA. 

Quelle: dpa

Wie konnte es dazu kommen? Vermutlich, weil er ein paar Wahlmännerstimmen mehr gewonnen hat als seine Gegenkandidatin.

Schriller Tollen-Träger gegen dauer-twitternde Ex-First-Lady. Wer keine bessere Auswahl hat, muss bei einer 50:50-Chance eben mit solch einem Ausgang rechnen. Das lässt grundsätzliche Kritik am politischen System zu, wie es Winston Churchill einmal geäußert hat: "Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit dem durchschnittlichen Wähler."

Man kann das Ganze allerdings auch pragmatisch betrachten. Für den Zeitungsmenschen ist die Nachricht gar nicht so schlecht. Mindestens vier Jahre lang ganz sicher zumindest ungewöhnliche, vermutlich sogar schräge Nachrichten, und seitdem die Kollegen aus der Mantelredaktion in der Freitagsausgabe Trumps Familienbande liebevoll erläutert haben, freue ich mich auf die einschlägigen TV- und Pressebilder. Die Muppets im Weißen Haus könnten nicht exzentrischer wirken.

Übrigens: Größter Wahlverlierer ist nicht irgendeine Minderheit in den USA, das transatlantische Verhältnis oder der gute Geschmack an sich, sondern Bill Clinton, der seine Hillary jetzt den ganzen Tag zu Hause hat. Die hat mit ihrem Billy-Boy seit dessen Oral-Office-Zeiten in den 90ern noch mindestens ein Hühnchen zu rupfen. Ich setze einen Zehner auf die Frau.

Von Christoph Oppermann

E-Mail: c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

Twitter: @tooppermann

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Von Redakteur Christoph Oppermann

Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016