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Kongress will katholische Kirche zukunftsfähig machen

140 Teilnehmer informierten sich Kongress will katholische Kirche zukunftsfähig machen

„Je instabiler ein System wird, um so leichter lässt es sich verändern.“ Das hat der Göttinger Physiker Rainer Engelken beim katholischen Zukunftskongress auf dem Faßberg betont. Die Dekanate Duderstadt und Göttingen richteten ihn am Sonnabend auf dem Göttinger Max-Planck-Campus aus.

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Der Mangel an Priestern mache alte Strukturen brüchig, beschrieb der Göttinger Dechant Wigbert Schwarze die Ausgangssituation.

Quelle: Archiv

Göttingen . Noch einen anderen Hinweis gab der Promovend, der sich mit Netzwerken und Chaos beschäftigt, den 140 Katholiken. Ein System könne sich um so besser selbst organisieren, je autonomer es sei. Die promovierte Theologin Estela Padilla, die den zweiten Impulsvortrag hielt, stellte klar: „Dialog verändert Menschen. Neues entsteht.“

Der Mangel an Priestern mache alte Strukturen brüchig, beschrieb der Göttinger Dechant Wigbert Schwarze die Ausgangssituation. Ehrenamtliche sollten verstärkt Verantwortung übernehmen. „Kirche zukunftsfähig gestalten – im Vertrauen Schritte wagen“ lautete das Thema des Kongresses. Nicht alle Geistlichen seien dafür offen, hieß es während des Abschlussplenums. Manche Vertreter der hierarchisch strukturierten Amtskirche behandelten Ehrenamtliche wie Kinder.

Über Ansätze einer künftigen Gemeinderarbeit informierten 17 Workshops. In mehreren Gruppen ging es um neue Gottesdienstformen. Michael Recke stellte Nightfever vor, ein offenes Angebot in der Göttinger Kirche St. Michael. Drei Stunden lang gibt es leise Live-Musik. Menschen können kommen und gehen. Adelheid und Wolfgang Näsemann erläuterten, wie sich Christen stärker in die Gestaltung des Gottesdienstes einbinden lassen. Jugendliche benötigen auf sie zugeschnittene Angebote, betonte Christian Schernus von der Ökumenischen Jugendgemeinde Göttingen. Die Kirche unterschätze die Gaben und Fähigkeiten der Laien noch viel zu sehr, meinte der Göttinger Diakon Martin Wirth. Sie sollten sie verstärkt in der Gemeindeleitung einbringen.

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