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Kontrollmessung während der Nacht der Kultur in Göttingen

GSO-Lärm erreicht knapp Grenzwert Kontrollmessung während der Nacht der Kultur in Göttingen

Das war knapp: Beinahe haben die Göttinger Symphoniker bei ihrem Konzert am Freitag zur Nacht der Kultur auf dem Göttinger Liesel-Markt den Lärmrichtwert überschritten. Dann hätte der ständig anwesende Akustik-Gutachter das Konzert abbrechen oder den Lautstärkeregler runter ziehen müssen.

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Das war knapp: Beinahe haben die Göttinger Symphoniker bei ihrem Konzert am Freitag zur Nacht der Kultur auf dem Göttinger Liesel-Markt den Lärmrichtwert überschritten.

Quelle: Archiv

Göttingen. Seit 2005 darf die Stadtverwaltung in der City maximal 18 Veranstaltungen mit elektronischer Beschallungsanlage genehmigen.

Das hatte eine Anwohnerin des Marktes nach gescheiterten Kompromissgesprächen mit der Stadt vor Gericht erstritten. Dabei darf ein festgelegter Lärmwert nicht überschritten werden. Um das sicher zu stellen, werden Konzerte, Kundgebungen wie am 1. Mai und ein Aktionstag für Behinderte von Gutachtern überwacht.

Auch das Konzert des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) während der Nacht der Kultur wird für die Zuhörer in den hinteren Reihen verstärkt und darum an einem bestimmten Punkt an der Südflanke mit einem Mikrofon erfasst und gemessen.

Dabei hätten ihm eine neue Bühne und Verstärkeranlage die Arbeit in diesem Jahr ganz schön zu schaffen gemacht, sagt Oliver Grellert vom Akustikbüro Göttingen. Die Musikgeräusche hätten sich anders ausgewirkt als in den Vorjahren. Entsprechen schwerer sei es gewesen, bei den ständigen Messungen und Berechnungen im Auge zu behalten, wann der Grenzwert vermutlich erreicht werde, um dann noch rechtzeitig einzuschreiten.

In dem Fall könne er zum Beispiel anregen, ein Stück auszulassen oder die Lautsprecher  leiser zu drehen, um das Konzert wie geplanten zum Ende zu bringen.

Gemessen werden laut Grellert Lautstärke und die Dauer des verstärkten Lärmes – der sogenannte Lärmpegel. Zusammengerechnet ergebe sich ein Beurteilungspegel, der den Richtwert von 70 dB(A) nicht überschreiten dürfe. Und den habe das Konzert am Freitag gerade so eingehalten, sagt Grellert:

„Hätte das GSO 2 oder 3 Minuten länger gespielt, wäre es problematisch geworden.“ Die Messungen und das Gutachten zahlen die Veranstalter. Auch deshalb sieht sich Grellert „ein bisschen in der Pflicht“, einzuschreiten, bevor vielleicht einer Strafe fällig wird.

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