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Krankenhaus Weende nimmt modernes Bildgebungssystem in Betrieb

750 000 Euro investiert Krankenhaus Weende nimmt modernes Bildgebungssystem in Betrieb

391 Einzelaufnahmen in 13 Sekunden: Das evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende hat nach eigenen Angaben eines der modernsten mobilen Bildgebungssysteme auf dem Markt in Betrieb genommen. Demnach wurden 750 000 Euro investiert.

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Weender Krankenhaus

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Dem Ärzteteam um Dr. Ralf Müller-Issberner, Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie, ermögliche der neue sogenannte O-Arm der Firma Medtronic Eingriffe an der Wirbelsäule und am zentralen Nervensystem mit äußerster Präzision, erklärt Krankenhaussprecher Stefan Rampfel. Bei dem neuen O-Arm handele es sich um eine Art mobiler Computertomograph. „Es ist das einzige Gerät im Umkreis von 200 Kilometern um Göttingen“, betont Rampfel.

Mit dem speziell für die Wirbelsäulenchirurgie entwickelten Gerät könne die Bewegung der Instrumente bis in den Millimeterbereich genauestens überwacht werden. „Noch während des Eingriffs kann der Operateur permanent in den Körper einblicken und unmittelbar seinen Behandlungserfolg kontrollieren. Dies erspart dem Patienten weitere Strahlenbelastung durch eine Computertomographie nach der Operation“, erklärt Rampfel. Das mobile Bildgebungssystem umschließe den Patienten (daher das „O“ im Namen) und erlaube somit zwei- und dreidimensionale Aufnahmen sowie die Durchleuchtung des Körpers während der Operation.

In 13 Sekunden ließen sich 391 Einzelaufnahmen machen. Alle Bewegungen des Geräts und das Geschehen auf dem Bildschirm könnten aus dem sterilen Bereich direkt vom Operateur gesteuert werden. „Den Nutzen von dieser hochmodernen Technik hat eindeutig der Patient“, sagt Müller-Issberner. „Wir haben zu jedem Zeitpunkt den absoluten Überblick und können das Einsetzen von Implantaten millimetergenau kontrollieren. Komplexe Eingriffe sind nun mit noch mehr Sicherheit möglich.“

Im zurückliegenden Jahr hat die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie im Krankenhaus Weende 4500 Patienten operiert. Dabei wurden in etwa 1100 Fällen Eingriffe an der Wirbelsäule vorgenommen.

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