Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Kranker darf nicht Auto fahren

Schwindelattacken: Führerschein weg Kranker darf nicht Auto fahren

Wer an der Krankheit „aktiver Morbus Menière“ leidet, ist nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges geeignet. Das hat das Verwaltungsgericht Göttingen entschieden. Die Richter wiesen damit den Antrag eines Autofahrers auf vorläufigen Rechtsschutz gegen die Entziehung seiner Fahrerlaubnis durch den Landkreis Göttingen zurück.

Voriger Artikel
Göttinger Linksaktivisten rüsten sich für 28. Februar in Güntersen
Nächster Artikel
SPD-Unterbezirk Göttingen spricht sich für Fusion mit Osterode aus
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, die zu Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Taubheit führt. Der Landkreis hatte die Einziehung des Führerscheins damit begründet, dass der Autofahrer laut einem verkehrsärztlichen Gutachten regelmäßig spontane Schwindelanfälle erleide. Damit stelle er eine Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmer dar. Das Gericht teilte diese Einschätzung (Aktenzeichen 1 B 264/14).

    Der Landkreis hatte den Autofahrer im vergangenen Frühjahr aufgefordert, sich einer verkehrsmedizinischen Begutachtung zu unterziehen. Zuvor hatte die Behörde einen anonymen Hinweis erhalten, dass dieser an der Menière-Krankheit leide und trotzdem am Straßenverkehr teilnehme. Das Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass der Autofahrer zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet sei, weil dieser mehrmals täglich kurzdauernde Schwindelattacken erleide. Da diese Schwindelanfälle teilweise spontan und ohne Vorankündigung aufträten, bestünden Zweifel, dass er in einem solchen Fall sein Fahrzeug noch sicher zum Stehen bringen könne. nie

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung