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Kreis-Dörfer schalten schon lange Licht aus

„Kein Stress“ mit Laternen Kreis-Dörfer schalten schon lange Licht aus

Ortsbürgermeister sind entsetzt, und viele Einwohner protestieren: Wenn in etlichen Göttinger Ortsteilen ab kommendem Mittwoch nachts die Straßenlaternen ausgehen ist das für sie ungewohnt.

In vielen Dörfern im Göttinger Umland hingegen ist dies seit Jahren üblich. Dort gibt es gelegentlich nur Diskussionen um die Ab- und Einschaltzeiten. Und dabei geht es meist um Partygänger am späten Abend oder Zeitungszusteller und Fahrschüler am Morgen. Zur Erinnerung: Göttingen will in kleinen Ortsteilen die Laternen von 0 bis 4 Uhr abschalten, um Strom zu sparen.

Günther Schlieper (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Landolfshausen, kann sich gar nicht mehr daran erinnern, seit wann das Straßenlicht aus bleibt: „Schon sehr viele Jahre“. Die Dunkelphase in Landolfshausen, Mackenrode, Potzwenden und Falkenhagen sei vor vier Jahren verlängert worden: auf den Zeitraum von 23.30 bis 5.30 Uhr. Silvester würden die Laternen durchgehend leuchten. Auch bei Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus bleibe es hell, das koste den Veranstalter aber 20 Euro. Bei der Kirmes werde der Betrag auf alle Vereine umgelegt. „Erstaunlicher Weise gab es dazu nie Stress.“

In den Dörfern der Gemeinde Friedland bleibt es länger hell: Dort werden die Laternen erst um 0.30 Uhr abgeschaltet. Die Einschaltzeit richtet sich nach Angaben eines Verwaltungssprechers nach den ersten Morgenbussen und -zügen und liege zwischen 4 und 4.30 Uhr. Ähnlich verfährt die Gemeinde Gleichen. Dort wird es in allen 16 Dörfern um 23.30 Uhr dunkel. Etwa eine halbe Stunde vor Abfahrt des ersten Linienbusses geht das Licht wieder an. Aber es gebe Ausnahmen, erklärt Verwaltungsmitarbeiter Torsten Griese: an einem einsamen Grundschulweg und bei Feiern. Dann könne der Ortsbürgermeister auf Antrag dafür sorgen, dass die Laternen angeschaltet blieben. Das kostet 15 Euro. Die Gemeinde Seulingen habe ihre Bürger befragt, erklärt Wolfgang Wucherpfennig (SPD) für seinen Heimatort. Ergebnis: Grundsätzlich werde es von etwa 0 bs 4 Uhr dunkel, Freitag- und Sonnabendnacht und vor Feiertagen aber bleibe es hell.

In der Stadt Dransfeld bleiben die Straßenlampen mit Ausnahmen nachts schon immer dunkel. In einigen Straßenzügen brennt neuerdings aber wieder die ganze Nacht Licht – ebenfalls aus Spargründen. Mit neuer Technik und ein Drittel Leuchtstärke könnten so bis zu zwei Drittel der Stromkosten gespart werden, so Verwaltungsmitarbeiter Dirk Aue. In der Bahnhofstraße strahlen demnächst LED-Leuchten.

us/ft

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Sparmaßnahme

Dunkle Straßen und kein Licht: In einigen Göttinger Ortsteilen werden ab Mitte nächster Woche nachts von 0 bis 4 Uhr die Laternen abgeschaltet. Das teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Damit wird umgesetzt, was der Rat im Juni als eine unter vielen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung beschlossen hat.

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