Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Kreis Göttingen investiert in Hilfen für Jugendliche

Betreuung und Bildung Kreis Göttingen investiert in Hilfen für Jugendliche

Trotz künftiger höherer finanziellen Belastungen durch die Flüchtlingskrise will der Landkreis Göttingen gezielt in mittel- und langfristige soziale Projekte investieren. Das koste zunächst Geld verspreche aber „für die Zukunft eine spürbare Rendite“, erklärte Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei der Vorstellung des Haushalts.

Voriger Artikel
Tüv-Report 2016: Viele Mängel-Autos in der Region Göttingen
Nächster Artikel
Jörg Richert will Northeimer Landrat werden

Kreishaus Göttingen

Quelle: CH

Göttingen. Als Beispiel nannte Reuter die geplante flächendeckende Berufseinstiegsbegleitung. „Damit“, so Reuter, „wollen wir verhindern, dass Schüler die Schule ohne Abschluss oder ohne Anschluss verlassen und auf diese Weise später Kunden bei uns im Jobcenter werden.“ Zum einen würde das „langfristig viel mehr als präventive Maßnahmen“ kosten, „zum zweiten helfen wir aber vor allem den Jugendlichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ohne auf stattliche Hilfe angewiesen zu sein.“

 
Ein ähnliches Projekt, erklärte Reuter, soll im kommenden Jahr im Kinderpflegedienst des Jugendamtes beginnen. 4,5 neue Stellen sollen helfen, Pflegefamilien besser zu unterstützen und neue Pflegefamilien zu gewinnen. „Schon aus finanzieller Sicht“ sei die Unterbringung in Pflegefamilien stationären Jugendhilfemaßnahmen vorzuziehen.

 
Investiert wird auch im Bildungsbereich, erklärte Reuter weiter. In Unterhaltung und Erweiterung der kreiseigenen Schulen sollen im kommenden Jahr 8,6 Millionen Euro fließen. Reuter: „Das sind mehr als zweieinhalbmal soviel wie noch im Jahr 2014.“

 
Der Stellenzuwachs im Sozialbereich – insbesondere im Bereich Flüchtlinge, aber auch im Sozialamt und im Jugendamt – sei vor allem den gestiegenen Fallzahlen geschuldet. Der Mehraufwand gefährde nicht den Zukunftsvertrag des Landkreises mit dem Land Niedersachsen, versicherte Reuter. Das Innenministerium in Hannover beziehe die Fallzahlsteigerungen in seine Bewertung der Personallage im Landkreis ein. Außerdem seien zwei neue Stellen wegen neuer gesetzlicher Pflichtaufgaben notwendig.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Matthias Heinzel

Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016