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Kreis Göttingen muss Essen neu ausschreiben

Verträge mit den Essenslieferanten Kreis Göttingen muss Essen neu ausschreiben

Der Landkreis Göttingen muss die Verträge mit den Essenslieferanten für seine Schulmensen neu ausschreiben. Rechnungsprüfer haben das bisherige Verfahren moniert, bestätigte am Freitag Kreisschuldezernent Marcel Riethig. Es entsprach nicht den Rechtsvorschriften. Noch laufende Verträge seien zum Schuljahresende gekündigt worden.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Bisher hatten der Landkreis und die betroffenen Schulen direkt mit ortsnahen Kücheneinrichtungen über die Essenslieferungen an Schulen verhandelt. Zum nächsten Schuljahr ab Sommer will und muss die Kreisverwaltung die Auftrag für sieben weiterführende Schulen jetzt als Konzession ausschreiben und vergeben. Das hat am Donnerstag der Schulausschuss des Kreistages dem Kreisausschuss als Beschluss empfohlen. Dabei soll die Verwaltung in Ansprache mit den Schulen detaillierte Vorgaben zur Qualität des Essens aufnehmen. Auch ein Probessen mit Schülern ist geplant.

Anders als die Stadt Göttingen will der Landkreis für seine Schulen auch weiterhin nicht in eigenen Küchen kochen, sondern Zubereitung und Lieferung Firmen überlassen – sogenannten Caterern. Unklar war zunächst, ob dieser Auftrag einer öffentlichen Verwaltung europaweit ausgeschrieben werden muss, oder eine Konzessionsvergabe möglich ist. Dazu hatte die Kreisverwaltung einen Fachanwalt eingeschaltet. Er empfahl dem Ausschuss die Konzessionsvergabe. Vorteil: Das Verfahren ist einfacher, billiger und räumt regionalen Anbietern eine größere Chance ein, den Zuschlag zu bekommen.

Nach der ebenfalls beschlossenen Leistungsbeschreibung sollen die künftigen Lieferanten ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Essen liefern. Und mindestens 20 Prozent der verwendeten Lebensmittel sollen aus „regionaler und/oder Bioproduktion stammen“. Für diesen Zusatz setzte sich besonders die Gruppe SPD/Grüne ein. Der CDU/FDP-Gruppe hätte eine „wünschenswerter“ 20-Prozentanteil gereicht, um ortsnahen Firmen die Bewerbung zu erleichtern.

Auch weiterhin werde der Landkreis jedes Schul-Mittagessen mit bis zu einem Euro bezuschussen, so Riethig, „das kostet uns im Jahr etwa 50 000 Euro“. Damit solle sicher gestellt werden, dass Schüler und ihre Eltern nicht mehr als drei bis 3,50 Euro je Portion zahlen müssen. Er hoffe zudem, dass sich bisherige bewehrte Lieferanten erneut bewerben. Mittagessen gibt es den kreiseigenen öffentlichen weiterführenden Schulen mit Ganztagsangeboten in Duderstadt, Gieboldehausen, Groß Schneen, Bovenden, Dransfeld sowie an der Hauptschule und am Gymnasium in Hann. Münden.

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