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Kreis Göttingen sieht Hauptprobleme bei Höchstspannungsleitung ausgeräumt

Archäologie vor Energiewende Kreis Göttingen sieht Hauptprobleme bei Höchstspannungsleitung ausgeräumt

Das Großprojekt 380 Kilovolt-Höchstspannungsleitung Wahle - Mecklar beschäftigt am Montag, 22. Juni, den Wirtschaftsausschuss des Landkreises Göttingen. Aus der Sicht der Kreisverwaltung sind die meisten Problempunkte ausgeräumt, zeigt ein Blick auf die Stellungnahme des Landkreises im Planfeststellungsverfahren.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die mittlerweile geänderte Trassenführung im nördlichen Bereich bei Lenglern und Gladebeck – nunmehr nicht mehr östlich, sondern westlich der beiden Ortschaften – findet die ausdrückliche Zustimmung der Kreisverwaltung. Unter anderem müsse damit der wertvolle Waldbestand „Lieth“ nicht mehr überspannt werden. Zudem könne „der für das überregional bedeutsame Güterverkehrszentrum (Vorranggebiet GVZ) vorsorglich gesicherte Bereich ausgespart werden“. Die gleiche positive Bewertung gilt für den Bereich Hetjershausen /  Mengershausen – ebenfalls nicht mehr östlich von Autobahn und ICE-Strecke und damit einschließlich Unterführungen, sondern jetzt entlang der ICE-Trasse. Mit den Änderungen könne zudem teilweise auf den Bau neuer Trassen verzichtet werden, indem die neuen Kabel entlang alter Trassen auf gemeinsamem Gestänge geführt würden.

 
Vor dem Bau der Höchstspannungsleitung sollen zudem umfangreiche archäologische Untersuchungen vorgenommen werden. Betroffen sind Standorte bei Settmarshausen, Lenglern, Rosdorf, Mengershausen, Lippoldshausen, Meensen, Mengershausen, Jühnde, Spiekershausen, Lemshausen und Volkerode. Dort hatte es teils Einzelfunde gegeben, teils sind dort Siedlungen, Wüstungen, Gräberfelder oder ein Hohlweg nachgewiesen worden. Die bisherigen Funde datieren aus urgeschichtlichen Zeiten bis ins Spätmittelalter. Die vom Landkreis aufgeführten Orte seien „Stellen mit sehr hoher Fund- und Befunderwartung und entsprechend empfindlich gegenüber Beeinträchtigungen“. Die Höchstspannungsleitung ist eines der zentralen Projekte der Energiewende. Der Strom aus regenerativen Energiequellen – insbesondere Windstrom – muss von Nord- nach Süddeutschland geleitet werden.

 
Die 380-KV-Leitung durch den Landkreis ist unter anderem Thema im Wirtschafts-, Bau- und Energieausschuss des Landkreises am Montag, 22. Juni. Die Sitzung in Saal 018 des Kreishauses, Reinhäuser Landstraße 4, beginnt um 15 Uhr.

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