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Kreis Göttingen weitet getrennte Sammlung alter Kleingeräte aus

50 Container für Elektroschrott Kreis Göttingen weitet getrennte Sammlung alter Kleingeräte aus

Der Landkreis Göttingen will Elektro-Kleingeräte wie Rasierapparate und Radios ab 2015 im ganzen Kreisgebiet separat einsammeln. Ähnlich wie für Altglas werden an ausgewählten Standorten spezielle Container für solchen Elektroschrott aufgestellt.

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Start des Modellversuches vor einem Jahr mit Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) und Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne).

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Friedland. Die Container will der Kreis für 83 000 Euro kaufen. Ob die getrennte Sammlung von Elektro-Kleingeräte funktioniert und ob sie sich lohnt, hat die Kreisverwaltung in eine einjährigen Modellversuch in der Gemeinde Friedland ausprobiert.

Der ist abgeschlossen – „mit positiven Ergebnissen“, sagte die Kreis-Abfallberaterin Andrea Schröder-Ludewig im Umweltausschuss des Kreistages.

Bisher landen ausgediente Elektro-Kleingeräte überwiegend in den grauen Restmülltonnen zwischen feuchtem Schmutz. Damit sind sie verloren, obwohl sie wertvolle Teile enthalten, die wiederverwertet werden können. Dieses Potenzial will der Landkreis nutzen – zum Schutz der Umwelt und zur Entlastung der Müllgebühren.

50 Container an bekannten Altglasstandorten

In Friedland hat er an zwölf Standorten getestet, wie es am besten geht. Die Ergebnisse: In der Probephase wurden 14,38 Tonnen Elektro-Schrott gesammelt. Das sind umgerechnet zwei Kilogramm je Einwohner – „und das ist schon ein gutes Ergebnis“, so Schröder-Ludewig.

65 Prozent der gesammelten Geräte gehören zum Bereich Unterhaltung (Radios) und Kommunikation (Laptops, Handys), 35 Prozent sind Haushaltsgeräte (Fön, Mixer). In den Containern landete nur wenig falsches Material wie Altkleider oder Glas. An Sammelstandorten an Hauptstraßen wird deutlich mehr eingeworfen – offenbar nicht nur von Bewohnern des Dorfes.

Aus diesen Erfahrung hat die Verwaltung Schlüsse für ihr Sammelkonzept ab 2015 gezogen: Es werden 50 Container an bekannten Altglasstandorten in allen größeren Ortschaften aufgestellt. Sie werden monatlich geleert. Der Erlös aus dem Verkauf dürfte zurzeit zwar nur bei 1600 Euro pro Jahr liegen, so Schröder-Ludewig, entscheidend sei aber der Umweltaspekt. In der Stadt Göttingen werden Elektro-Kleingeräte bereits getrennt gesammelt.

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