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Kreisfusion Göttingen-Osterode: „Durchbruch“ bei Tarifgesprächen

Verwaltungen versprechen Kündigungsschutz Kreisfusion Göttingen-Osterode: „Durchbruch“ bei Tarifgesprächen

Knapp eineinhalb Jahre vor der Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode haben sich die Gewerkschaft Verdi und die Vereinigung der Arbeitgeber auf Eckpunkte für eine Tarifvereinbarung geeinigt. Sie soll die Beschäftigen unter anderem vor betriebsbedingten Kündigungen schützen, wenn Ämter zusammengelegt werden.

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Quelle: EF/Archiv

Göttingen. Gewerkschafter und Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) werteten die Ergebnisse der 10. Verhandlungsrunde als Durchbruch. Sie sollen in einen Fusionstarifvertrag einfließen. Fast eineinhalb Jahre hatten Verdi und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber in Niedersachsen hart miteinander gerungen.

 
Die wichtigsten Ergebnisse: Bis Oktober 2021 gibt es keine betriebsbedingten Kündigungen. Bisherige Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis bleiben gewahrt, insbesondere die Gehaltsstufe. Der Landkreis erstattet für drei Jahre die zusätzlichen Fahrtkostet, wenn Mitarbeiter ihren Dienstort wechseln müssen: in den ersten beiden Jahren zu hundert Prozent, im dritten Jahr zu 50 Prozent. Gezahlt wird ein Kilometergeld in Höhe von 30 Cent, alternativ werden die Kosten eines Nahverkehrsabos übernommen. Zusätzlich bietet der Arbeitgeber bei einem Dienstortwechsel bis zu vier Jahre lang zwei Gesundheitskurse pro Jahr an.

 
In den kommenden Wochen werden noch weitere aber weniger strittige Punkte verhandelt. Dazu gehören nach Verdi-Angaben Qualifizierungsmaßnahm bei einem Aufgabenwechsel und eine interne Jobbörse. „Für die Beschäftigten gibt es jetzt endlich die notwendige Klarheit“, wenn sie versetzt werden“, kommentierte die Gewerkschaftssekretärin Frederike Güler das Ergebnis. Am Ende hätten sich beide Seiten an der Sache und an den Interessen der Beschäftigten orientiert, ergänzte Reuter auf Nachfrage.

 
Die Kreise Göttingen und Osterode fusionieren zum 1. November 2016. Damit werden etwa 1000 Mitarbeiter der Göttinger und 550 Beschäftigte der Osteröder Kreisverwaltung Kollegen.

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