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Kriminalstatistik: Mehr Einbrüche in Göttingen

Weniger Straftaten Kriminalstatistik: Mehr Einbrüche in Göttingen

Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen ist zurückgegangen: 20 772 Taten wurden im vergangenen Jahr registriert, teilte die Polizei bei der Vorstellung ihrer Kriminalstatistik für das vergangene Jahr mit. 2013 waren es noch 21 897 gewesen. Die Aufklärungsquote stieg zudem weiter an: von 60,70 auf 63,53 Prozent. Sorgen macht sich die Polizei hingegen über die steigenden Fallzahlen bei Raubtaten und Einbruchsdiebstählen aus Wohnungen.

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Quelle: Roessler (Symbolbild)

Göttingen. In 151 Fällen musste sich die Polizei im vergangenen Jahr mit Raub oder räuberische Erpressung ermitteln. Im Jahr 2013 waren es nur 109 Fälle gewesen. Die Zahl der Einbruchsdiebstähle stieg von 319 im Jahr 2013 auf 338. Davon seien 141 Taten in den Tagesstunden begangen worden. Insgesamt geht die Polizei von örtlichen Tätern oder Tätergruppen aus. Im Gegenzug konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden – von 18,81 auf 25,15 Prozent aller Fälle. Die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche bleibe „ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit“, erklärte Volker Warnecke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Göttinger Polizei.

Allerdings seien nur etwa 60 Prozent der im vergangenen Jahr registrierten Einbrüche als klassische Wohnungseinbrüche zu werten, erläuterte Warnecke. Der Rest seien eher Gelegenheitstaten in mehreren problematischen Göttinger Großwohnanlagen: „Dass da mal eine Tür eingetreten wird, weil man mal schnell etwas braucht, ist dort nicht unbedingt unüblich.“

Ein weiter stark wachsender Bereich sei die Computer- und Internetkriminalität. Auch bei Drogendelikten verzeichnet die Polizei einen starken Anstieg (2013: 836, 2014: 917). Hauptursache sei die sich in Göttingen schnell ausbreitende Designerdroge MDPV, die zu einem erschrecken schnellen körperlichen und seelischen Verfall führe.

Zurückgehende Zahlen vermeldet die Polizei hingegen bei Fahrraddiebstählen von 1545 im Jahr 2013 auf 1449 im vergangenen Jahr. Die Polizeiarbeit in diesem Bereich habe offenbar Wirkung gezeigt, erklärte Warnecke. Auch die Zahl der Autoaufbrüche ging deutlich zurück.

Im Gegensatz zur Polizeiinspektion registriert die übergeordnete Polizeidirektion einen Anstieg der Zahl der Straftaten, wenn auch nur einen leichten. Den 79 783 Fällen des Jahres 2014 stehen 79 670 Taten im Jahr 2013 gegenüber. Die Gewaltkriminalität allgemein gehe weiter zurück, erklärte Polizeipräsident Robert Kruse: „Nie wurden in der Polizeidirektion in den letzten zehn Jahren weniger Gewaltstraftaten bearbeitet als im letzten Jahr.“ Allerdings richte sich Gewalt zunehmend gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte. Oft stünden die Täter unter Alkohol oder Drogen. Die Polizeidirektion Göttingen umfasst die Kreise Göttingen, Northeim/Osterode, Hildesheim, Hameln-Pyrmont/Holzminden und Nienburg/Schaumburg.

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