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Krippen-Ausstellung in St.-Johannis-Kirche in Göttingen

Krippen aus aller Welt Krippen-Ausstellung in St.-Johannis-Kirche in Göttingen

Zur Göttinger Vorweihnachtszeit gehört die Krippenausstellung in der evangelischen Innenstadtkirche St. Johannis. Immer wieder neu zeigt die Schau die Vielfalt der Darstellungen des Weihnachtsgeschehens, wie es in der Bibel erzählt wird.

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Ein Hirte, Josef, Maria, das Jesuskind, die Heiligen drei Könige und darum herum ein ganzes Tableau an Figuren: eine der Krippen in St. Johannis.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Mal sind Josef, Maria und das Christuskind abstrakt dargestellt, mal ist die ganze Krippe nur faustgroß, mal sind Playmobil-Figuren zu sehen.

Bei einer Krippe aus der Elfenbeinküste ist der Stall eine aus einer Kokosnuss gefertigte Strohhütte. Andere Darstellungen stammen aus Ägypten, Paraguay und Spanien. Es gibt eine verglaste Kastenkrippe aus Böhmen, eine Karl-Kuolt-Krippe mit handgeschnitzten Figuren und aus einem Block geschnitzte Krippen.

Die meisten der diesmal ausgestellten 40 Krippen seien bislang noch nicht in St. Johannis zu sehen gewesen, sagt Diakon Wolfgang Ziehe, aus dessen umfangreicher Sammlung die Exponate stammen. Er hat von sich selbst mittlerweile auch eine Figur anfertigen lassen – in einer Krippe ist er zu sehen, wie er die Kulisse hält.

Großformatige Fotos

Ganz neu in der Ausstellung sind großformatige Fotos von sehr kleinen Krippen, deren Figuren eine Höhe von 2,5 bis sechs Zentimetern haben. In diesem Jahr gibt es zudem einige Vitrinen, in den Exponate aus dem Bereich Weihnachtsbrauchtum zu sehen sind, unter anderem Nussknacker und Weihnachtsmänner.

Ein Krippenweg zeigt zudem auch Szenen vor und nach der Geburt Christi, so etwa den Kindermord zu Bethlehem und die Beschneidung acht Tage nach der Geburt von Jesus.

Dass in den Krippen das Weihnachtsgeschehen bisweilen ganz naiv im Ambiente des eigenen Landes dargestellt wird, verweise auf eine tiefere Wahrheit, sagte Pastor Gerhard Schridde zur Eröffnung der Ausstellung. Die Geburt von Jesus von rund 2000 Jahren sei eben kein fernes Ereignis, sondern gehe uns heute ganz unmittelbar an.

Dass mit Jesu Geburt Gott Mensch geworden sei, habe damals in ganz unerhörter Weise die philosophischen Vorstellungen der Antike durchbrochen, wonach die göttliche und die menschliche Sphäre strikt getrennt gewesen seien, so Schridde.

Zur Göttinger Vorweihnachtszeit gehört die Krippenausstellung in der evangelischen Innenstadtkirche St. Johannis. © Hinzmann

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Die Krippenausstellung in St. Johannis ist bis zum 14. Dezember mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Führungen gibt es freitags und sonnabends um 18 Uhr.
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