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Krippenausstellung in St. Johannis

Weihnachtsgeschichte Krippenausstellung in St. Johannis

In der Göttinger Innenstadtkirche St. Johannis wird während der Adventszeit wieder eine Ausstellung mit Weihnachtskrippen gezeigt. Zu sehen sind Exponate aus der Sammlung von Diakon Wolfgang Ziehe.

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Diakon Wolfgang Zierke zeigt eine drehbare Krippe, in der die Weihnachtsgeschichte erzählt wird.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Ausstellung gibt es zwar jedes Jahr, doch Sammler Ziehe legt Wert darauf, dass die Exponate wechseln. Er kann schließlich aus einem großen Fundus schöpfen, den er über Jahre hinweg aufgebaut hat. Die in diesem Jahr gezeigten Krippen seien fast alle zum ersten Mal zu sehen, betont er. Nur eine Krippe wurde schon im Vorjahr gezeigt: das Werk von Stanislaw Apriasz. Es hat die Besonderheit, dass es komplett – samt aller Figuren – aus einem Stück Holz geschnitzt ist.

Foto: Hinzmann

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Den Schwerpunkt habe er in diesem Jahr auf Polen, Böhmen und Mähren gelegt, erklärt Ziehe. Aus diesen Gebieten hat er wieder Krippen ganz unterschiedlicher Machart zusammengetragen. Zu sehen sind unter anderem eine polnische Strohkrippe, eine volkstümliche Trachtenkrippe von 1938, in der auch ein Kasperli zu finden ist, und eine altböhmische Winterkrippe von 1916. Gezeigt wird auch der Nachbau einer Krippe von Wenzel Fieger mit etwa 200 Figuren – das Original hat 361. Anhand dieser Krippe könnten viele Geschichten erzählt werden, so Ziehe. Ein Clou der Ausstellung ist ein mechanischer Weihnachtsberg, bei dem mit Schaltern unterschiedliche Funktionen aktiviert werden können: So kann in den Häusern Licht angemacht werden, Engel können herauf- und herunterschweben, und es ist möglich, Rauch aus den Schornsteinen der Häuser aufsteigen zu lassen.

 
Damit die Besucher sich auch die Details der Krippen anschauen können, ist es diesmal möglich, während der Ausstellungszeiten kleine Taschenlampen zu leihen, erklärt Ziehe. Der Diakon reist in seinem Urlaub durch Deutschland, um seine Sammlung zu erweitern. Sie umfasst nicht nur Krippen: In St. Johannis sind auch Kacheln und alte Schultafeln mit biblischen Motiven zu sehen. Gezeigt werden zudem alte Weihnachts- und Neujahrskarten aus der Zeit von 1917 bis 1960.
In der Ausstellung ist diesmal auch eine Art Wohnzimmer aufgebaut. Dort wird Ziehe während der Ausstellung an einem Tisch sitzen und an einer Krippe basteln. Die Aktion begleitet Sigrid Nolte, die dann einen Weihnachtsbaum schmückt.
Die Krippenausstellung in St. Johannis und der Weihnachtsmarkt um die Kirche herum passten organisch zusammen, meint Pastor Gerhard Schridde. Mit den Krippen werde ein zentrales Element der christlichen Botschaft, die Geburt Christi und damit die Menschwerdung Gottes, dargestellt. Es sei spannend zu sehen, wie diese Geschichte Menschen über Jahrhunderte immer wieder angeregt habe, das Geschehen kreativ in unterschiedlichen Formen darzustellen.

Eröffnung und Führungen

Die Krippenausstellung in der Innenstadtkirche St. Johannis wird am Freitag, 27. November, um 15 Uhr von Diakon Wolfgang Ziehe und Pastor Gerhard Schridde eröffnet. Um 16.30 Uhr singt die Kinderkantorei von St. Albani zur Eröffnung. Um 17 Uhr beginnt ein Rundgang mit Diakonin Bettina Lattke, um 18 Uhr ist adventliche Orgelmusik zu hören. Die Schau ist geöffnet freitags bis sonntags von 15 bis 19 Uhr vom 27. bis 29. November sowie vom 4. bis 6. und 11. bis 13. Dezember. An jedem Ausstellungstag gibt es um 17 Uhr einen geführten Rundgang mit Lattke. Um 18 Uhr ist eine adventliche Musik zu hören – außer am Sonntag, 6. Dezember. Dann kommt nämlich um 16 und 18 Uhr der Nikolaus. Nachführungen außerhalb der Öffnungszeiten gibt es am Freitag, 4. und 11. Dezember, um 21 Uhr. bar

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