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Kritik an Ausbauplänen für Feuerwehrhaus

Stadt will 47 Quadratmeter, Esebecker möchten 72 Kritik an Ausbauplänen für Feuerwehrhaus

Diskussion um das Feuerwehrhaus in Esebeck: Die Feuerwehr möchte, dass der geplante Anbau nicht 47, sondern 72 Quadratmeter groß ausfällt. Die Hälfte der Mehrkosten von 46 000 Euro will sie über Spenden beschaffen, die andere Hälfte müsste die Stadt tragen. Doch die sagt, dass das nötige Geld fehle.

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Symbolbild

Quelle: Christina Hinzmann

Esebeck/Göttingen. Bisher zogen sich die Feuerwehrleute in der Fahrzeughalle um. Das hat die Feuerwehrunfallkasse (FUK) bemängelt. Deshalb soll das Obergeschoss, in dem sich bisher der Versammlungs- und Schulungsraum befand, in einen Umkleidebereich umgewandelt werden. Als Ersatz für den Versammlungs- und Schulungsraum soll aus städtischen Mitteln ein 47 Quadratmeter großer Anbau errichtet werden. „Zu klein“, sagt Ortsbrandmeister Thomas Lipki und weist darauf hin, dass der Feuerwehr neben 26 Aktiven 22 Jugend- und 15 Kinderfeuerwehrleute angehören und diese inklusive der passiven auf insgesamt 175 Mitglieder kommt.

Lipki wie auch Ortsbürgermeister Fritz-Wilhelm Neumann (SPD) sagen, dass die Hälfte der Mehrkosten von 46 000 Euro über Spenden aus dem Ort finanziert werden könnten. Doch dafür müsste die Stadt bereit sein, die andere Hälfte der Kosten zu tragen.

Ein 47 Quadratmeter großer Schulungsraum sei „absolut ausreichend“, erklärt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Mehr als die dafür vorgesehenen Mittel stünden nicht zur Verfügung. Und weiter: „Wir haben an mehreren Feuerwehrstandorten Investitionsbedarf. Da müssen wir auf jeden Euro achten.“ Lipki gibt zu, dass die Stadt den Vorschriften mehr als Genüge tue: Die sehen nämlich vor, dass ein Feuerwehr-Schulungsraum jedem aktiven Mitglied 1,2 Quadratmeter bieten muss – beim derzeitigen Stand von 26 Mitgliedern bietet der geplante Anbau jedem Mitglied 1,8 Quadratmeter. Trotzdem ist der Ortsbrandmeister verärgert.

„Dann werden unsere Jahreshauptversammlungen in Zukunft wohl unter den Linden stattfinden müssen“, meint er. Neumann weist unterdessen darauf hin, dass unlängst die Kindertagesstätte in Esebeck geschlossen wurde: „Eine Politik, die die Außenposten des Stadtgebiets vernachlässigt, wird sich nie rechnen.“

Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Ortsratssitzung am Dienstag, 9. August. Beginn ist um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Esebeck, Über der Esebeeke 16.

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