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Kritik an Ditib-Gemeinde: Antrag abgelehnt

Rat Göttingen Kritik an Ditib-Gemeinde: Antrag abgelehnt

Ein Antrag der Fraktion der Antifaschistischen Linken zur Göttinger Ditib-Gemeinde ist während der Sitzung des Rates der Stadt abgelehnt worden. Ein Änderungsantrag der Grünen zu dem Thema wurde mehrheitlich angenommen.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Göttingen. Für die Linken forderte Civar Akad zunächst, dass Rat und Verwaltung eine „kritische Haltung“ zur Türkisch-muslimischen Ditib-Gemeinde einnehmen sollen. Zudem sollten sie Ditib auffordern, sich von der Türkischen Regierung loszusagen. Akad sprach von der langen Liste der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ der türkischen Erdogan-Regierung. „Wir können nicht zulassen, dass sich diese Politik über Ditib hier breit macht“, sagte er.

Für die Grünen argumentierte Rolf Becker. Er könne die Empörung zwar nachvollziehen, nur könne der Göttinger Rat nicht die Verhältnisse in der Türkei behandeln. „Ich kann über die Göttinger Ditib-Gemeinde kein böses Wort verlieren“, sagte er. Deshalb stellte der den Änderungsantrag, in dem lediglich ein Kritikpunkt blieb; nämlich dass der Rat vom Dachverband der Ditib eine Distanzierung und Verurteilung der Einschüchterungsversuche türkischstämmiger Politiker in Deutschland erwarte.

Auch Elvan Tekindor-Freyjer von der SPD argumentierte gegen die „unzutreffenden“ Vorwürfe der Linken. „Ditib in Göttingen verhält sich neutral, zeigt keine politischen Strukturen und auch Nicht-Türken gehören dazu“, sagt sie. Sie kritisierte den Antrag als eine „ideologische Verurteilung ohne Sachkenntnis“. Die CDU lehnte sowohl Antrag als auch Änderungsantrag ab. Der Rat solle andere Gruppen nicht bewerten, meinte Hans-Georg Scherer. „Über Kinderarmut im Kongo können wir uns auch  aufregen, das ist aber nicht unsere Aufgabe.

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