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„Tennet muss sich bewegen“

Kritik an Erdverkabelung „Tennet muss sich bewegen“

Der Stromnetzbetreiber Tennet plant eine 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar, die auch durch die Region führt. Unter den Landwirten, in deren Grund und Boden die Leitung liegen soll, gibt es Kritik an Tennet.

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Die Landwirte Hartmut Haepe, Achim Hübner und Ralf Bartens (v.l.) fordern von Tennet eine zügige Lösung über Entschädigungen.

Quelle: R

Göttingen. Es geht um Entschädigungen für mögliche Flurschäden oder Ernteausfälle. Zwar hat der Göttinger Kreisbauernverband den Vertrag mit Tennet für den Freileitungsbereich vor kurzem abgeschlossen, aber: Bei Göttingen werden fünf Kilometer Leitung als Erdkabel verlegt. Die Verhandlungen darüber, sagt Kreisbauernverband-Geschäftsführer Achim Hübner, „ruhen seit gut einem Jahr, da wesentliche Schutzmaßnahmen für den Boden und die wissenschaftliche Begleitung nicht mehr zugesichert wurden“. Bei einem ähnlichen Projekt des Netzbetreibers Amprion bei Raesfeld in Westfalen sei dies problemlos gelaufen.

Das möchte der Kreisbauernverband auch für Göttingen erreichen. „Genau diesen Rahmenvertrag, den der Bauernverband dort abgeschlossen hat, können wir auch akzeptieren. Darunter geht gar nichts“, erklärt der Hetjershäuser Landwirt Hartmut Haepe. Neben dem finanziellen Ausgleich stünden „vor allem Bodenschutz und wissenschaftliche Begleitung im Vordergrund“. Geschäftsführer Hübner: „Wir haben in den vergangenen Wochen von fast allen Grundeigentümern eine schriftliche Erklärung bekommen, die klar stellt, dass ein mit Raesfeld vergleichbaren Vertrag akzeptiert wird.“ Tennet müsse sich bewegen.

Das werde geschehen, versichert Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht. Im kommenden Jahr würden die Verhandlungen zügig aufgenommen. Es sei klar, dass es für Flur- und Ernteschäden einen Ausgleich geben werde. Dabei würden auch die Amprion-Rahmenbedingungen eine Rolle spielen.

Den Vertragsabschluss für den Freileitungsbereich sieht der Bauernverband indes positiv. Der Verband glaubt, so Hübner,„vernünftige Regelungen für die Grundeigentümer und Bewirtschafter gefunden zu haben“. Der Verband sei nicht grundsätzlich gegen das Projekt: „Irgendwo muss die Leitung ja nun hin.“

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