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Kritik an Südniedersachsen-Kritik

Schwache Impulse, Defizite bei Kooperation Kritik an Südniedersachsen-Kritik

Noch ist es nur ein nichtöffentlicher Entwurf, und dennoch gibt es Krach: Das sogenannte Südniedersachsenprogramm der Landesregierung, mit dem der Region auf die Sprünge geholfen werden soll, sorgt für Unmut.

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Quelle: Hinzmann (Symbolfoto)

Göttingen/Hannover. In Südniedersachsen – den Landkreisen Göttingen, Northeim, Osterode, Holzminden und Goslar sowie der Stadt Göttingen – herrsche eine „schwach ausgeprägte Kooperationskultur“, heißt es in einem Entwurf des Programms, der dieser Zeitung vorliegt.

Daher seien aus den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Stärken der Region „bisher kaum regional wirksame Entwicklungsimpulse entstanden“, Fördermittel „unterdurchschnittlich“ abgerufen worden. Südniedersachsen leide unter einer „Ballung von Entwicklungsschwächen“ und einer „Distanz zu großen dynamischen Wirtschaftsregionen“.

Diese Vorwürfe stoßen auf Kritik. Für die Stadt Göttingen, erklärt Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), „kann ich das in Fragen der ganz praktischen Zusammenarbeit vor allem mit dem Landkreis, aber auch mit Osterode und Northeim nicht erkennen.“ Wichtiger sei allerdings, „dass sich insgesamt in Südniedersachsen das regionale Bewusstsein immer stärker durchsetzt und auch entsprechend gehandelt wird“.

Der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD) kritisiert, dass der Programmentwurf „nicht mit den Kommunen abgestimmt wurde“. Den Vorwurf mangelnder Kooperationskultur könne er „überhaupt nicht nachvollziehen“. Im Gegenteil habe es in der Region mit dem Zusammenschluss von Göttingen und Osterode landesweit „die einzige freiwillige Landkreis-Fusion“ gegeben.

In Bezug auf Kooperation gebe es in der Region nicht zu wenig Institutionen, wohl aber manchmal Probleme mit der Abstimmung, sagt Gero Geißlreiter (CDU). Der erste Osteroder Kreisrat teilt zudem Reuters Ansicht, dass der eingeschränkte Abruf von Fördermitteln in den Schwierigkeiten der Kommunen begründet sei, die notwendige Kofinanzierung zu leisten. Vom Landkreis Northeim gab es keine Stellungnahme.

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