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Kritik sollte „nicht verletzend“ sein

Marktumfrage zum Thema Hasskommentare auf Facebook Kritik sollte „nicht verletzend“ sein

Um gesetzeswidrigen Einträgen Herr zu werden, hat das Unternehmen Facebook eine Firma beauftragt, diese zu löschen. Das Tageblatt hat auf dem Göttinger Wochenmarkt nachgefragt, wie mit Hasskommentaren und fremdenfeindlichen Äußerungen im sozialen Netzwerk umgegangen werden sollte.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Elisabeth Köper aus Geismar findet, dass „die krassen Hetzkommentare, denen nicht begegnet werden kann, gelöscht werden sollten“. Außerdem ist sie der Meinung, dass Nutzer gegen fragwürdige Kommentare aus dem eigenen Bekanntenkreis argumentieren sollten. „Es muss ihnen klar gemacht werden, dass das Hetze ist."

Elisabeth Köper

Quelle: bl

 „Auf jeden Fall sollten die Kommentare gelöscht werden“, sagt Anne Schachtebeck aus Weende. Kritik zu äußern, sei an sich in Ordnung, meint sie, doch es komme auf die Art und Weise an. Facebook sollte auch recherchieren, wer hinter Hasskommentaren steckt, so Schachtebeck.

Anne Schachtebeck

Quelle:

Für Jens Wolters aus Settmarshausen ist es gar keine Frage: „Die gehören gelöscht.“ Hasskommentare hätten nichts auf Facebook und auch nicht in anderen Foren zu suchen, sagt Wolters weiter.

Jens Wolters

Quelle: bl

Simone Bollmus aus Geismar findet die Situation problematisch: „Grundsätzlich ist Facebook eigentlich eine Meinungsplattform, aber wenn Kommentare eine Grenze überschreiten, sollten sie schon gelöscht werden.“ Weiter sagt sie, Facebook solle stärker in den Medien kommunizieren, dass sich nicht jeder auf der Plattform rücksichtslos verbal äußern könne. Wenn Kritik geäußert wird „dann sollte sie sachlich und nicht verletzend sein“.

Simone Bollmus

Quelle: bl

Eine Göttingerin, die ihren Namen nicht nennen will, sieht das ähnlich: „Extreme Kommentare sollten einerseits gelöscht werden, andererseits geht es auch gegen die Meinungsfreiheit.“ Doch um das Miteinander zu schützen, gibt es in jedem Forum Regeln, erklärt sie.

Zusammen mit Menschenrechtsorganisationen und Forschungseinrichtungen hat Facebook laut ARD die „Initiative für Zivilcourage Online“ gegründet, um Organisationen zu fördern, die nicht zur Regierung gehören. Der Initiative stehe mehr als eine Millionen Euro zur Verfügung, um Extremismus und Hassreden im Internet zu bekämpfen. „Das Internet lässt Stimmen für die Toleranz zu Wort kommen“, sagte Facebook-Managerin Sheryl Sandberg am Montag während einer Pressekonferenz. „Facebook ist kein Ort für die Verbreitung von Hassreden oder Aufrufen zu Gewalt“, so Sandberg weiter. bl

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