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Kugelbahnen, Würfel und Riesenkaleidoskop

Ausstellung mit 20 Experimentier-Stationen Kugelbahnen, Würfel und Riesenkaleidoskop

Celia aus der 3 a an der Herman-Nohl-Schule schüttelt verwundert den Kopf: Ganz leicht und gleichmäßig rollt die Holzplatte über ihre vier Achsen. Sie ruckelt kein bisschen, obwohl die Räder fast eckig sind.

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Knifflig und kreativ: Zum Thema Polydron können Besucher viele verschiedene geometrische Körper selber bauen.

Quelle: Hinzmann

Und an den Rollbahnen nebenan staunt Jakob aus der 3. Klasse der Grundschule in Waake darüber, dass die Kugel in einer langen gebogenen Bahn das Ziel schneller erreicht, als auf der kürzeren und geraden Strecke. Überall in der Aula des Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) wird experimentiert, ausprobiert, gestaunt und vor allem gelacht. Dabei geht es um Mathematik, das Grauen vieler Schüler.

Dass „Mathe glücklich macht“ und gar nicht so schwer ist, zeigt eine Wanderausstellung der Uni Gießen, die zurzeit im THG Station macht. Eine Ausstellung, die eigentlich ein Aktions-Parcours ist und mit 20 Exponaten „Mathematik zum Anfassen“ präsentiert. Spielerisch sollen die Exponate Kindern neben dem sonst eher theoretischen „einen anderen und vor allem spaßigen Zugang zur Mathematik verschaffen“, erklärt Ulrich Geisler vom Göttinger Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung. Das Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung (ibbw) hat die Ausstellung nach Göttingen geholt und betreut sie hier gemeinsam mit THG-Lehrern.

Das lassen sich Celia und ihre Mitschülerin Maija aus der Herman-Nohl-Klasse nicht zweimal sagen. Fasziniert tauchen sie unterschiedlich geformte Metalldrähte immer wieder in eine Seifenlauge und finden die immer neuen feinen Seifenhaut-Gebilde „echt cool“. Nicht weniger begeistert sind Theo aus dem achten Jahrgang und etliche andere THG-Schüler, die die mathematischen Phänomene erklären.

„Dabei lernen auch die älteren Schüler noch etwas“, sagt THG-Leiterin Ulrike Koller. Und dass die Gießener Experimente Matheverständnis fördern können, habe er im Unterricht selbst festgestellt, ergänzt THG-Fachgruppenleiter Sebastian Stehlik. Da gibt es zum Beispiel ein Würfelspiel zur Wahrscheinlichkeitsrechnung, Lege-Puzzle im Tangram-Stil, ein Riesenkaleideskop oder die legendäre Leonardo-Brücke ohne Stützpfeiler – natürlich auch zum selber Bauen. Ein Lernspaß nicht nur für Kinder.


Bis Donnerstag, 4. November, kann jeder die Ausstellung in der THG-Aula in der Grotefendstraße 1 besuchen: montags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr (am besten nachmittags außerhalb der Schulbesuche) und am kommenden Sonnabend und Sonntag von 9.30 bis 18.30 Uhr.

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