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Kuhlmann, Euler, Krawinkel: Die Namen der Orgel

St. Markuskirche in Scheden Kuhlmann, Euler, Krawinkel: Die Namen der Orgel

Dass die Orgel der St. Markuskirche in Scheden nicht mehr ganz einwandfrei ist, wurde bereits 1999 bekannt. Ein Gutachten dokumentierte technische Mängel und ein unbefriedigendes Klangbild. Pastor Horst Metje erklärt das mit den drei Umbauten der Kuhlmann-Orgel, die 1829 erbaut wurde. „1860, 1900 und 1930 wurde an der Orgel etwas gemacht – und natürlich an den jeweiligen Zeitgeschmack angepasst.“

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Wiedereinbau nach kompletter Zerlegung: Orgelbauer Christian Grothe überprüft die Traktur der Schedener Kuhlmann-Orgel.

Quelle: Hinzmann

Scheden. Das hat Spuren hinterlassen: Die Mechanik der Orgel sei ausgeschlagen, einige Register seien gar nicht mehr zu benutzen, das Holz vom Wurm befallen. „Eine gründliche Restaurierung war notwendig“, so Metje. Nur das Geld war nicht vorhanden.

Ab 2005 wurde dann für die Schedener Orgel gesammelt: Spenden, Kollekten, freiwillige Abgaben. Genau 102 958,80 Euro sollte die Restaurierung kosten. Mit der Arbeit hat der Kirchenvorstand die Firma Krawinkel aus Trendelburg-Deisel beauftragt. Die habe nicht nur das günstigste Angebot vorgelegt, sondern sei auch die Nachfolge-Firma des ursprünglichen Orgelbauers Johann Dietrich Kuhlmann, dessen Betrieb von der Firma Euler übernommen wurde. Die Kosten teilen sich die Kirchengemeinde, die einen Eigenanteil von 63 571,80 Euro aufbringt, die Landeskirche (30 887 Euro), die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft (5000 Euro), die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Münden (3500 Euro).

Seit Juli wird die komplett zerlegte Orgel in der Markuskirche aufgebaut. Ende August werden die Pfeifen eingebaut und intoniert. Mit der Fertigstellung rechnet Metje im Oktober.

Von Lukas Breitenbach

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