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Kulturdezernentin Schlapeit-Beck fordert mehr Geld für Kultur

Finanzielle Unterstützung Kulturdezernentin Schlapeit-Beck fordert mehr Geld für Kultur

Bestehende Kultureinrichtungen sichern und gleichzeitig Freiraum für Innovationen „auch im Rahmen der engen Grenzen der Sparvorgaben der Entschuldungshilfe zu sichern“ – dies sei ihr „vorrangiges Ziel als Kulturdezernentin, betont Dagmar Schlapeit-Beck (SPD). „Ich weiß, dass es auch andere Ideen dazu gibt, die da heißen, wir schließen eine große Kultureinrichtung und verteilen die Mittel auf die übrigen Kultureinrichtungen.“ Das sei aber nicht ihr Konzept.

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Deutsches Theater, Kunstquartier, Musa und GSO: Die Kulturdezernentin will Bestehendes erhalten, Freiräume für Innovationen schaffen.

Quelle: Halm

Göttingen. Schlapeit-Beck reagiert damit auf den Kreisverband der Grünen, der in dieser Woche Kritik an der städtischen Kulturpolitik geübt hat.

Zudem verweist Schlapeit-Beck auf das Kulturpolitische Leitbild, das der Rat 2010 beschlossen hat. Danach betreibe die Stadt keine Einzelförderung von Künstlern, sondern fördere die Infrastruktur für Künstler. Sie betont, dass das von den Grünen angesprochene Göttinger Symphonieorchester (GSO), zu 40 Prozent von der Stadt gefördert wird und 40 Prozent der GSO-Konzerte auch in Göttingen gegeben werden. Das GSO leiste deutlich mehr als nur den Konzertbetrieb.

Die Kulturdezernentin begrüßt die Initiative der Grünen, die Ziele der Kulturpolitik „ganz grundsätzlich neu“ zu diskutieren. Die von ihr 2012 vorgelegten Szenarien zur Kulturfinanzierung sollten dabei erneut betrachtet und auch um weitere Varianten ergänzt werden.

Schlapeit-Beck verweist darauf, dass die Stadt bereits heute die Kommune in Niedersachsen mit den höchsten Kulturausgaben pro Kopf der Bevölkerung sei. Diese „außerordentliche“ Anstrengung würde vom Land aber zu wenig gewürdigt und unterstützt. „In anderen Städten unterhält das Land kostspielige Staatstheater und Landesmuseen und entlastet dadurch die betreffenden Kommunen.

„Modellberechnung, die noch nicht beschlossen wurde“

Ein solches zusätzliches Engagement erwarte ich auch für Göttingen.“ Sie fordert von der Landesregierung, die Göttinger Kultureinrichtungen auskömmlich zu fördern – „vor allem auch das Städtische Museum, die freie Theaterszene oder die Einrichtungen der Soziokultur.“

Die von Schlapeit-Beck ins Spiel gebrachten und von den Grünen kritisierten Vorschläge, beim Städtischen Museum, beim Stadtarchiv und bei den Ausstellungen im Alten Rathaus Mittel zu kürzen, um den Betrieb des Kunstquartiers (Kuqua) zu sichern, sei lediglich eine „Modellberechnung, die noch nicht beschlossen wurde“.

Diese zeige, dass der Kuqua-Betrieb aus städtischen Mitteln darstellbar wäre, ohne „maßgebliche Beeinträchtigung“ für Museums oder Stadtarchiv. Weitere Einsparmöglichkeiten im Kulturangebot ohne Verluste im Angebot seien nur schwer möglich. Mit Drittmitteln durch Stiftungen, Sponsoren und andere staatliche Stellen für das Kuqua sollen Kürzungen bei Kultureinrichtungen „weitgehend“ vermieden werden.

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Foto: Der Kreisverband der Göttinger Grünen stellt die bisherige Förderpraxis bei den großen Kultureinrichtungen und die Einrichtungen selbst in Frage.

Der Kreisverband der Göttinger Grünen stellt die bisherige Förderpraxis bei den großen Kultureinrichtungen und die Einrichtungen selbst in Frage.

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Von Redakteur Michael Brakemeier

Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016