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Kulturverein Rittmarshausen küsst Dornröschenschloss wach

Gräfliches Gut der Familie von Görtz Kulturverein Rittmarshausen küsst Dornröschenschloss wach

Landwirtschaft wird seit 15 Jahren nicht mehr auf dem Gutshof der Familie von Görtz betrieben. Nun hat der 2014 gegründete Kulturverein Rittmarshausen Scheune und Schloss erstmals für einen Kultursonntag genutzt. 120 Besucher kamen, 15 von ihnen traten dem nun 50 Mitglieder zählenden Verein bei.

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Die Stillen Hunde gastieren im Schloss Rittmarshausen.

Quelle: Theodoro da Silva

Rittmarshausen. „Dornröschen wird wach geküsst“, freut sich Schlossherr Henrik von Görtz. Seit 310 Jahren gehört das Gut seiner Familie. „Mitte der 60er-Jahre gab es hier noch 20 Pferde, 60 Kühe, 100 Schweine und 300 Schafe“, erinnert er sich. Heute sind die landwirtschaftlichen Flächen verpachtet. Der Graf lebt seit 1977 in Schweden, wo seine Familie ein weiteres Gut sowie Wald und zahlreiche Mietshäuser besitzt. „Verhandlungen mit der Gemeinde über eine Nachnutzung der Gebäude in Rittmarshausen laufen seit 15 Jahren“, sagt der Schlossherr, der alle zwei Monate vor Ort nach dem Rechten sieht. Doch erst mit dem Kulturverein ist er ins Geschäft gekommen. „Wir pachten die Scheune seit April 2015“, berichtet der Vereinsvorsitzende Frank Schaumberg, der im 800-Einwohner-Ort ein Catering-Unternehmen betreibt. Pünktlich zu Beginn der ersten Veranstaltung kam am Sonntag die Sonne heraus. Die 18-köpfige Big Band der Musikschule Musikus spielte unter Leitung von Jurij Batzel in der Scheune Swing und Blues. Das Göttinger Kabarett-Duo Stille Hunde sorgte im Schloss mit seinen „Heimwerker-Tragödien“ für Unterhaltung. Für die Kinder gab es im Hof Pony-Reiten.

 
Der Verein startete einen Fotowettbewerb. Das schönste Bild des Gutsensembles soll im Internet prämiert werden. „Die Seite unseres Vereins ist allerdings noch nicht freigeschaltet“, sagt Schatzmeister Jürgen Giebenrath. Weitere Kulturveranstaltungen sollen in Kooperation mit anderen Vereinen folgen. mic

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