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Göttinger Verein "Kunst" sieht kleinere Kultureinrichtungen in Gefahr

Verschlechterung der finanziellen Unterstützung Göttinger Verein "Kunst" sieht kleinere Kultureinrichtungen in Gefahr

Der Verein Kultur unterstützt Stadt Göttingen (Kunst) sieht durch das geplante Kunstquartier (Kuqua) kleinere Kultureinrichtungen und Institutionen in Gefahr.

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Hier soll das Kuqua entstehen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Er rechnet auf mittlere Sicht mit einer Verschlechterung der finanziellen Unterstützung, weil die Ausgaben für freiwillige Leistungen durch das Entschuldungshilfeprogramm auf 3,24 Prozent des Haushalts gedeckelt seien. „Dies führt unwillkürlich dazu, dass nur Einrichtungen wie das DT oder das GSO, in deren Zuschussverträgen feste Steigerungsraten verankert sind, abgesichert sind, während für die kleineren Kultureinrichtungen und Initiativen nur ein kontinuierlich kleiner werdender Betrag übrig bleibt“, schreiben Nils König (Kunst), Willi Arnold (Lumiére), Tobias Wolff (Händel-Festspiele) und Anne Moldenhauer (Kaz). Selbst mit den von der Verwaltung zugesagten Zuschusserhöhungen zur Erfüllung der Mindestlohnanforderungen sei eine mittelfristige Sicherheit nicht gegeben.

Damit das Kuqua „eine Bereicherung mit großer überregionaler Strahlkraft für Göttingen“ werden kann, müsse das Konzept dafür „durchdacht“ und gerade im Hinblick auf die entstehenden Kosten überzeugend und belastbar sein. Eine breite Diskussion über Auftrag, Partner und Kooperationen sei daher notwendig.

„So sollten zum Beispiel der Kunstverein und die Universität, möglicherweise auch die Kunsthalle in Duderstadt einbezogen werden, um Kooperationen zu schaffen und Synergien zu nutzen. Auch das Land Niedersachsen sollte bei der Finanzierungsplanung einbezogen und weitere Zuschussmöglichkeiten geprüft werden“, schlägt der Verein vor.

Unterschriften gesammelt

„Höchst bedenklich sehen wir die diskutierte Kürzung bei Städtischem Museum und Stadtarchiv zugunsten des Kuqua.“ Nach einer von Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck vorgelegten Modellrechnung sollen hier zusammen mit Einsparungen bei den Ausstellungen im Alten Rathaus jährlich 180 000 Euro eingespart und für den Betrieb des Kuqua bereitgestellt werden. Kunst warnt: „Sie dürfen nicht zum Steinbruch für andere Einrichtungen missbraucht werden.“

Unterdessen hat der Geschichtsverein gegen diese Einsparungen weiter Unterschriften gesammelt. Zusammen mit den anderen Offener-Brief-Aktionen in Sachen Museum und Stadtarchiv haben inzwischen mehr als 800 Menschen gegen die Pläne protestiert, hinzu kämen zahlreiche Leserbriefe im Göttinger Tageblatt.

„Einen solchen öffentlichen Protest als Ausdruck ernster Sorgen um die Funktionsfähigkeit der Bildungseinrichtungen Städtisches Museum und Stadtarchiv hat es in Göttingen noch nicht gegeben“, sagt Peter Aufgebauer. „Und wie reagieren Verwaltung und Politik? Überhaupt nicht.“ Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und die Ratsmehrheit aus SPD und die Grünen verweigerten den Dialog.

Der Kunst e.V. im Internet

Gegen die Stimmen der CDU/FDP-Ratsgruppe hat der Rat der Stadt Göttingen das Kunstquartier (Kuqua) auf den Weg gebracht. ©Hinzmann

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