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Labern mit Niwo

Tageblatt-Wochenendkolumne Labern mit Niwo

Was bin ich froh. Langenscheidts "100% Jugendsprache 2016" ist draußen. Endlich! Nun weiß ich, dass Low-Performer nicht mehr Looser genannt werden, sondern man ein solch eine menschliche Null-Phase neuerdings Alpha-Kevin ruft, Halbgewalkte nur Kevin, Gonzo, Opfer, Gimp, Evolutionsbremse oder einfach Dulli. Den Spacko gab's schon zu meiner Zeit. Wann auch immer die gewesen sein mag.

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Christoph Oppermann

Quelle: GT

Ansonsten geht's in dem schmalen Bändchen im notorischen Firmen-Gelb um die drei großen Fs: Fressen, Feiern, Geschlechtsverkehr. Offenbar hat sich nicht so viel verändert. Nur die Begriffsvielfalt scheint zu explodieren. Wo haben die jungen Leute das nur her?

Die haben tatsächlich reichlich Unterhaltsames im Angebot: "Entspannungsorientiert" greift den herrlichen Pädagogen-Begriff "verhaltenskreativ" auf. Und "Fußpils" als Synonym fürs Bier unterwegs ist schon der Einstieg ins "Enterbrainment".

Labern mit Niwo. Ganz groß und in einer Stadt wie Göttingen nicht zu vernachlässigen: "Immatrikulationshintergrund". Der beschreibt einen Menschen, der nicht richtg anpacken kann und daher studiert.  Lieber Bücher als Waschmaschinen schleppen. Läuft.

Beim nächsten Ghettocheck lasse ich mir das während des Flanierens noch mal durch den Kopf gehen.

Von Christoph Oppermann

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