Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Laienspieler in Gladebeck führen Kleist-Komödie auf Plattdeutsch auf

„Dä zerbrokene Krauch“ Laienspieler in Gladebeck führen Kleist-Komödie auf Plattdeutsch auf

Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ auf Plattdeutsch wollen Gladebecker zum Dorfjubiläum aufführen. „Dä zerbrokene Krauch“ heißt das bekannte Stück auf Platt.

Voriger Artikel
Bushaltestelle Fliederstraße in Gladebeck um 100 Meter verlegt
Nächster Artikel
Fasziniert von Wildtieren: Wolfsliebe gegen Vorurteile

Gladebecker spielen Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ auf Plattdeutsch.

Quelle: Theodoro da Silva

Gladebeck. Die „Theaterchruppe Dusend Joahre Chlooke“ hat sich eigens zum großen Geburtstag gebildet und sich der Komödie angenommen. Am Sonnabend, 21. Februar, um 19.30 Uhr ist im Gasthaus Zum Krug Premiere.

„Unser Dorf wird nur einmal so alt“, sagt die 18-jährige Laura Alberti angesichts der 1000 Jahre, die seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Gladebeck verstrichen sind. Wie die ein Jahr ältere Imke Stutz will sie das Dorfjubiläum unterstützen. Auch Carolin Bessert (21) ist dabei – damit die Tradition nicht verloren geht. Mit ihrem Bruder Adrian Bessert (18) kommt sie aus Asche zu den Proben. Ihr Vater spielt dort bei den „Bergratten“ mit.

Ab und zu hätten sie Sketche auf Plattdeutsch aufgeführt, sagt Regisseurin Gudrun Stutz. „Meine Eltern haben Platt miteinander gesprochen“, erzählt sie. So konnte sie vieles aufschnappen. Zur 1000-Jahr-Feier nahmen Stutz und Christa Becker sich das bekannte Kleist-Stück vor und arbeiteten gemeinsam eine plattdeutsche Fassung aus. Gerade weil das Stück so bekannt sei, sei es auch auf Platt leicht verständlich.

Stolz ist die 51-Jährige auf die fünf jungen Leute im Team, sie zählen zwischen 14 und 21 Jahren. Gerade sie hätten den letzten Anstoß für die Aufführung auf Plattdeutsch gegeben. Nur einige Male hätten die Älteren es mit ihnen gelesen. Dann hieß es einfach „üben, üben, üben“.

Nach historischem Vorbild nähte Stutz die Kostüme. Becker und sie als „Inchang-Bringers“ sind wie Küchenfrauen gekleidet. Im September haben die Proben begonnen. Seit Beginn des Jubiläumsjahres üben die Schauspieler zweimal in der Woche. Den Bühnenaufbau auf dem Saal können sie jedoch erst in dieser Woche  ganz knapp vor der Premiere fertigmachen. Die erste Vorstellung ist schon ausverkauft.

Von Ute Lawrenz

Eine zweite Aufführung ist am Sonntag, 8. März, um 14 Uhr im Gasthaus Zum Krug angesetzt. Am Festwochenende treten die Spieler am Sonntag, 5. Juli. um 15 Uhr im Pfarrgarten auf.
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen