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Land Hessen kündigt Pachtvertrag mit Pächtern der Sababurg

"Völlig überraschend" Land Hessen kündigt Pachtvertrag mit Pächtern der Sababurg

Als die Familie Koseck 1957 das alte Schlossgemäuer Sababurg im Reinhardswald übernahm, wurde es sozusagen aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Doch jetzt droht Ungemach, denn das Land Hessen hat den Pachtvertrag mit der Familie Koseck zum Jahresende gekündigt – „völlig überraschend“, wie der Geschäftsführer Günther Koseck sagt.

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Sababurg: Das Land Hessen hat den Pachtvertrag mit der Familie Koseck zum Jahresende gekündigt.

Quelle: PEK

Hofgeismar. Ab 2016 seien „dringend benötigte Sanierungsmaßnahmen an der Sababurg“ geplant, heißt es in einer Mitteilung des Hessischen Immobilienmanagements (HI). Da das jetzige Pächterehepaar gegenüber dem Land Hessen signalisiert habe, das Pachtverhältnis aus Altersgründen beenden zu wollen, sei das Vertragsverhältnis mit den Pächtern zum Jahresende 2015 gekündigt worden. Die schon lange anstehenden und geplanten Sanierungsmaßnahmen würden eine zeitweise Schließung des Hotel- und Gaststättenbetriebs während der umfangreichen Bauarbeiten erforderlich machen, teilt das HI weiter mit.

Günther Koseck, der in nunmehr dritter Generation den Hotel- und Gaststättenbetrieb Dornröschenschloss Sababurg betreibt, zeigt sich verärgert über das Vorgehen des Landes Hessen und will die Kündigung nun juristisch prüfen lassen. „Wir haben das nicht erwartet“, sagt Koseck. Die schriftliche Kündigung des HI sei am selben Tag eingegangen, wie die ersten Medienanfragen dazu. „Ein eigenwilliger Stil“, kommentiert der 47-Jährige.

„Wenn wir gewusst hätten“, führt Koseck weiter aus, dass der Pachtvertrag gekündigt wird, hätte er nicht noch viel Geld investiert. Zudem sei dem Land Hessen seit 13 Jahren bekannt, dass eine Generationenübergabe von seinen Eltern auf ihn erfolgt. Die Voraussetzungen dazu habe das Land sogar selbst festgelegt, etwa dass sich die Familie Koseck mit rund 250 000 Euro an den bereits erfolgten Sanierungen beteiligt.

Koseck argumentiert außerdem damit, dass in der Hotelbranche üblicherweise Pachtverträge mit mindestens zwölf, eher 18 Monaten Vorlauf gekündigt würden. „Wir haben ja auch 25 Mitarbeiter, für die wir unsererseits Kündigungsfristen von einem Jahr oder länger einhalten müssen“, sagt Koseck. Für ihn steht fest: „Wir haben nicht die Absicht aufzugeben.“

Laut HI-Mitteilung will das Land Hessen im Anschluss an die Bauarbeiten die Sababurg dem Landkreis Kassel zur Verfügung stellen, „um den Tourismus in der Region Nordhessen weiter zu entwickeln“. Dass die Marke „Dornröschenschloss Sababurg“ international bekannt ist, hält Koseck entgegen, sei indes einzig das Verdienst seiner Familie und deren finanziellen Engagements etwa in Marketingmaßnahmen.

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