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Land macht Angebot für den Mündener Stadtwald

Niedersächsische Landesforsten Land macht Angebot für den Mündener Stadtwald

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung hat der Stadt Hann. Münden ein Angebot zum Kauf des Stadtwaldes unterbreitet. Das Angebot basiere auf der Bewertung des 2750 Hektar großen Waldes durch die Niedersächsischen Landesforsten. Diese sollen die Bewirtschaftung übernehmen. 

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Wertvoller Rohstoff: Holz aus dem Mündener Stadtwald interessiert auch das Land Niedersachsen – es will den Wald kaufen. .

Quelle: CR

„Wir sind in der Lage den Mündener Stadtwald kostendeckend zu bewirtschaften“, erklärt der Sprecher des Ministeriums, Gert Hahne, auf Tageblatt-Nachfrage. Die Landesforsten würden mit einem Bruchteil des Personals auskommen, müssten keine Gerätschaften teuer mieten und könnten das Holz in großen Kontingenten besser vermarkten. Zum angebotenen Kaufpreis will sich Hahne nicht äußern. Die Verhandlungen verliefen vertraulich. In der Eröffnungsbilanz der Stadt war der Wald mit 28 Millionen Euro bewertet worden. Die Stadt, die einen möglichen Verkauf schon seit Jahren in ihrem Haushaltssicherungskonzept ankündigt, macht jedes Jahr ein Defizit von durchschnittlich einer halben Million Euro. Als Grund dafür nennt die Leiterin des Stadtwalds, Susanne Hoffmann, kostspielige Maßnahmen zur Verkehrssicherung entlang der zahlreichen Steilhänge. Insgesamt ließen sich die 750 Hektar des Waldes nur eingeschränkt bewirtschaften. Die Zahl der Stadtwald-Mitarbeiter beläuft sich auf drei Revierförster, eine Bürokraft, acht Forstwirte und einen Azubi. Hoffmann hat im Umweltausschuss wiederholt von einer „sehr dünnen Personaldecke“ gesprochen. Hahne weiß dagegen von gleichgroßen Revieren, die mit vier Mann auskommen. 

Unterdessen macht die oppositionelle SPD gegen den Verkauf mobil. Trotz der hohen Defizite schimpft sie über eine „Verscherbelung von Tafelsilber“. 

Von Michael Caspar

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