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Die große Mathe-Familie

Landesausscheid der Mathe-Olympiade in Göttingen Die große Mathe-Familie

220 Mathe-Schüler aus den Jahrgängen fünf bis zwölf sind am 26. und 27. Februar nach Göttingen zum Landesentscheid der Mathe-Olympiade gekommen. Für viele war es nicht die erste Teilnahme – damit ist die Olympiade auch eine gute Werbung für das Mathe-Studium an der Leine.

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Rund 200 Schüler sind bei der Niedersächsischen Landesrunde der Mathematikolympiade in Göttingen dabei gewesen.

Quelle: CH

Göttingen. Der Landesentscheid findet traditionell jedes Jahr in Göttingen statt, weil der organisierende Verein Mo-Ni e.V. hier seinen Sitz hat und insbesondere von ehrenamtlich sich engagierenden Studenten aus der Mathematik, Informatik und Physik getragen wird. „Die Schüler müssen hier dann Aufgaben lösen, die über den Anspruch normaler Schulaufgaben hinausgehen“, sagt Daniel Homann, Mathe-Student im 9. Semester und bis vor Kurzem noch Vereinsvorsitzender. „Im Mittelpunkt steht der Knobelspaß. Es geht darum, pfiffige Ideen zu haben und an den Aufgaben zu tüfteln.“


Die erste Runde der Olympiade fand für alle, die mitmachen wollen, noch in den Schulen vor Ort statt. Etwa 40.000 Schüler nahmen daran teil, beginnend mit dem dritten Jahrgang. Im Grundschulbereich macht etwa jeder vierte Schüler mit. Eine sehr gute Quote, meint Homann. Bis zum Jahrgang zwölf werden die Aufgaben allerdings anspruchsvoller und die Teilnehmer entsprechend weniger: „In Klasse 5 hatten wir landessweit noch etwa 2.000 Teilnehmer, in Jahrgang 12 waren es vielleicht noch 100“, so Homann.
Während es in den unteren Jahrgängen vor allem darum geht, die Hemmschwelle gegenüber Mathematik zu senken und die Kinder über den Spaß an die Zahlen heranzuführen, hat die Olympiade ab dem 8. Jahrgang – ab dem Schüler am Bundeswettbewerb teilnehmen – auch klar den Charakter eines Leistungswettbewerbs.

„In Deutschland machen wir sehr viel Förderung für benachteiligte Kinder, das ist grandios“, sagt Markus Hoffmann, Mathe- und Chemie-Lehrer aus Bad Nenndorf und im Vorstand des Mo-Ni e.V. „Aber das Fordern von Leistungsstarken scheint etwas verpönt zu sein. Das ist hier anders, hier können die Schüler auch fachsimpeln, ohne komisch angeguckt zu werden.“ Wer bei der Olympiade erfolgreich sein will, braucht jedoch einen „Coach“, so Hoffmann. „Der Erfolg steht und fällt mit engagierten Lehrern. Die Schüler zu betreuen, ist wichtig, weil die Olympiade über den Schulstoff hinausgeht.“
Die Göttinger Schulen seien traditionell stark vertreten, meint Homann. Er schätzt, dass etwa 20 der 220 Teilnehmer aus Göttingen kommen. Ein Blick in die Siegerlisten zeigt, dass insbesondere das Felix-Klein-Gymnasium gute Mathe-Schüler hervorbringt.
Homann selbst lernte über die Mathe-Olympiade Göttingen kennen, entschied sich dadurch auch für das Studium hier und machte gleich nach Studienbeginn auch selbst bei der Organisation der Olympiade mit. „Jedes Jahr kommen Studenten her, weil sie über die Olympiade schon einmal hier waren.“ Auch Markus Hoffmann sieht in der Olympiade nicht zuletzt eine tolle Werbung für Göttingen.

Sieger aus Südniedersachsen

Aus Südniedersachsen kommt nur ein Landessieger – Daniel Altmann vom Eichsfeld Gymnasium ist der Beste Mathe-Schüler der 12. Jahrgänge in Niedersachsen.
2. Preise erhielten David Hildebrandt (Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen, 5. Jg.), Johanna Meyer (Felix-Klein-Gymnasium Göttingen, 10. Jg.) und Hannah Marie Schlüter (Felix-Klein-Gymnasium, 11. Jg.).
Ein 3. Preis ging an Jinyu Li (Gymnasium Pädagogium Bad Sachsa, 11. Jg.).
Anerkennungspreise bekamen Sonja Schlather (Felix-Klein-Gymnasium Göttingen, 5. Jg.) und Fiona Sieber (Felix-Klein-Gymnasium, 10. Jg.).

Mathe ist toll, weil…

Lukas Röttman , Leer, 5. Jg.
„Ich bin auch das erste Mal hier und mag an Mathe, dass es so vielseitig ist. Es gibt ganz unterschiedliche Bereiche, und Mathe ist eigentlich auch für alles wichtig, zum Beispiel die Medizin.“

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Daniel Homann , Master-Student und Mit-Organisator der Matheolympiade:
„Für mich ist an Mathe das Interessante, Knobelaufgaben zu lösen. Jeder kennt das: Man hat eine Aufgabe und will die lösen. Und irgendwann hat man die Idee, wie man es herausbekommt. Dieses Ergebnis, eine Aufgabe gelöst zu haben, die man vorher nicht lösen konnte, dieses Gefühl der Erkenntnis, das ist für mich das Spannende an der Mathematik.“

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