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Landesausstellung soll Römerfunde zeigen

CDU/FDP für Harzhorn-Museum Landesausstellung soll Römerfunde zeigen

Archäologen haben in den vergangenen Jahren in Niedersachsen sensationelle Funde über die Geschichte der Römer aufzubieten, insbesondere am Harzhorn bei Northeim und bei Hedemünden. Nach Meinung von FDP und CDU im Landtag sollte es dazu im Jahr 2013 eine Landesausstellung geben. Beide Fraktionen haben einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht.

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Markierte Römerspuren am Harzhorn: Archäologen untersuchen Schlachtfeld aus dem 3. Jahrhundert.

Quelle: JV

„Wir schlagen außerdem vor, dass wichtige Exponate im Anschluss an die Landesausstellung in einem Museum in der Nähe des Schlachtfeldes am Harzhorn präsentiert werden“, sagt der Einbecker FDP-Landtagsabgeordnete Christian Grascha. Die Entdeckung des Schlachtfeldes am Harzhorn vor drei Jahren sei eine archäologische Sensation gewesen. „Wir sollten die Funde angemessen präsentieren und parallel zur Ausstellung ein Forschungsprojekt einrichten.“ Viele Fragen seien nach wie vor offen, so der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion. „Wir wissen jetzt, dass die Römer auch rund 200 Jahre nach der Varusschlacht noch einmal im Norden waren.“ Viele Fakten zu Römern und Germanen seien aber noch ungewiss und müssten weiter erforscht werden. „’Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt!‘ haben die alten Römer gesagt. Wir können mit einer Landesausstellung unser Gedächtnis trainieren und dem Bedürfnis vieler nachkommen, mehr über die römisch-germanische Geschichte und ihrer Menschen zu erfahren“, so Grascha.

Der Landkreis Göttingen will ebenfalls Kapital aus dem Römerlager Hedemünden ziehen und bis zur Sommerpause einen Masterplan für ein touristisches Nutzungskonzept erstellen lassen. Denkbar ist für Landrat Reinhard Schermann (CDU) auch der Nachbau eines Römerlagers. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte sich in Göttingen für eine Fundpräsentation auch vor Ort ausgesprochen. Der Erlebniswert sei größer. Es werde keine „Abräumaktion“ geben. Das Römerlager gehöre zu den bedeutendsten Funden in Niedersachsen, so Wanka.

Beim Harzhorn-Konzept des Landkreises werde nicht touristisch, sondern ordnungspolitisch gedacht, kritisiert unterdessen die CDU-Kreistagsfraktion die Northeimer Kreisverwaltung. Ein Baubeginn frühestens 2013 und ohne weiterführendes Ausstellungskonzept bringe das Harzhorn nicht voran. Christel Eppenstein: „Wir laufen Gefahr uns in einem zu kleinteiligen Denken zu zerreiben und eine einmalige kulturhistorische Chance nicht sinnvoll zu nutzen.“ Eine Wendeschleife für Busse könne nicht das vorrangige Ziel sein. „Wir wollen, dass die Fundstücke dauerhaft vor Ort ausgestellt werden wie zum Beispiel in Xanten.“ Die CDU-Kreistagsfraktion will eine Sondersitzung des Kultur- und des Tourismusausschusses beantragen. Eppenstein: „Wir haben hier die einmalige Chance für die wirtschaftlich schwache Region eine touristische Attraktion völlig neu aufzubauen.“

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Übergabe

Alle Funde aus dem Römerlager Hedemünden, darunter allein 3000 römische Metallobjekte, sind verpackt und auf dem Weg ins Landesmuseum Hannover. Dauerleihgaben seien nicht das Problem, versprach Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) am Mittwoch in Göttingen bei der Übergabe der Funde an das Land.

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