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Landesbischof verbindet Gedenken mit Trauer um Terroropfer

Volkstrauertag in Göttingen Landesbischof verbindet Gedenken mit Trauer um Terroropfer

"Durch Flüchtlinge und Terror kommt uns jetzt nahe, was uns bisher in Bildern fern blieb." Das sagte Landesbischof Ralf Meister am Sonntag während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag vor rund 100 Gästen im Alten Rathaus. Die Kränze, die danach am Ehrenmal des Stadtfriedhofs niedergelegt wurden, erinnern damit auch an die Opfer von Paris.

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Quelle: Heller

Göttingen. Auch für Landrat Bernhard Reuter (SPD), der zu der Gedenkstunde geladen hatte, ist der Volkstrauertag "identitätsstiftend für die Bundesrepublik". Menschenverachtende Verblendung sei damals wie heute, in den beiden Weltkriegen und jetzt in Paris, Auslöser für Krieg und Terror. Reuter erinnerte auch daran, dass jene Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten, "vor demselben Terror fliehen, der jetzt auch in Europa tötet". Deshalb sei die Flüchtlingssituation eine besondere gesellschaftliche Herausforderung. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass der Terror nun ausgenutzt werde für die Verbreitung von Fremdenfeindlichkeit.

 

Auch der evangelisch-lutherische Bischof mahnte, die Lehren des 20. Jahrhunderts wach zu halten. Damals seien ganze Generationen um ihr schönes Leben betrogen worden - so wie heute die Generationen in Syrien, Afghanistan und Teilen Afrikas. Die Idee aus den Untaten der beiden Katastrophen des 20. Jahrhunderts sei ein Europa des Friedens. Heute stehe Deutschland, das zwei Weltkriege führte, "Hand in Hand mit dem französischen Volk". Mit dem Terror und der Flüchtlingskrise stehe diese Friedensidee nun auf dem Spiel. Europa dürfe nicht zur Wirtschaftsgemeinschaft nationaler Egoismen verkommen.

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