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Landesforsten untersuchen Zwangsarbeit während des 2.Weltkriegs

Studie zu Zwangsarbeit Landesforsten untersuchen Zwangsarbeit während des 2.Weltkriegs

Die Niedersächsischen Landesforsten wollen die Zwangsarbeit in ihren Wäldern während des Zweiten Weltkriegs untersuchen lassen. Der Göttinger Forsthistoriker Peter-Michael Steinsiek solle damit beauftragt werden, die forstliche Zwangsarbeit im südniedersächsischen Solling geschichtlich aufzuarbeiten, teilten die Landesforsten am Freitag mit. Zunächst soll er eine Fallstudie zu den beiden Forstämtern Neuhaus und Dassel anfertigen.

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Quelle: Wallmüller/HAZ (Symbolfoto)

Göttingen/Braunschweig. „Wir wollen die mit der Zwangsarbeit verbundenen Verbrechen auf den Staatswaldflächen in Niedersachsen untersuchen und damit unserer Verantwortung als heutiger Flächeneigentümer nachkommen“, erklärt Michael Rudolph, Leiter der Rechtsabteilung bei den Landesforsten, die Beweggründe für die Untersuchung.

Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung sei es, gesicherte Opferzahlen und Erkenntnisse zu den Lebensumständen sowie der Herkunft der Zwangsarbeiter zu erlangen. Ferner solle geklärt werden, wie der Umgang der deutschen Vorgesetzten mit den Zwangsarbeitern einzuordnen sei.

Bisher gebe es für das Land Niedersachsen keine zusammenhängende Untersuchung zur Zwangsarbeit in Wäldern, sagte Rudolph. Wegen der großen Bedeutung des Rohstoffes Holz in der deutschen Kriegswirtschaft und des Einsatzes deutscher Waldarbeiter in der Wehrmacht habe es diese während des Zweiten Weltkriegs aber definitiv in der Forstwirtschaft gegeben.

Die Landesforsten hätten sich bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung zunächst für den Solling entschieden, weil dort bereits mehrere Studien zur Zwangsarbeit in anderen Bereichen vorlägen, die am Rande auch den Einsatz im Wald beleuchteten.

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