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Landgericht Göttingen verurteilt 37-Jährigen

Bewährung für Vergewaltigung Landgericht Göttingen verurteilt 37-Jährigen

Wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung hat das Landgericht Göttingen einen 37-jährigen Mann am Montag zu einem Jahr und elf Monaten Haft verurteil. Das Gericht setzte die Strafe zur Bewährung aus.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Damit blieb die Strafe deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die drei Jahre und sechs Monate Haft gefordert hatte. Das Landgericht begründete die geringere Strafe unter anderem damit, dass es sich um einen „atypischen Fall“ einer Vergewaltigung gehandelt habe.

Ohne große Gegenwehr

Im Mai 2014 hatte der aus Haiti stammende Mann Gewalt gegen eine junge Frau angewendet, weil sie sich von ihm trennen wollte. Strittig war, ob es sich überhaupt um eine Vergewaltigung gehandelt habe: Zwar hatte sie zu Beginn des Treffens auf entsprechende Avancen des 37-Jährigen klar nein gesagt, zwei Stunden später sei es ohne große Gegenwehr dennoch zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Das wertete das Gericht allerdings als der Angst vor weiteren Schlägen geschuldet, die sie vorher hatte einstecken müssen. Nur unter diesem Druck habe sie sich nicht vehement gewehrt. Das reiche, um eine Vergewaltigung anzunehmen. Daran ändere auch nicht, dass der Mann schließlich von seinem Opfer abgelassen habe, als sie während des Akts über große Schmerzen geklagt habe.

Sehr glaubwürdig

Der Schuldspruch wegen Vergewaltigung sei auch deshalb zustandegekommen, weil das Opfer vor Gericht sehr glaubwürdig gewesen sei. In dem Verfahren habe schließlich Aussage gegen Aussage gestanden.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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