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Alkoholtestkäufe mit gemischtem Ergebnis

Landkreis Göttingen Alkoholtestkäufe mit gemischtem Ergebnis

Drei von acht getesteten Verkäufern haben gegen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes verstoßen: Das ist das Ergebnis von Testkäufen des Landkreises Göttingen und der Polizeiinspektion Northeim/Osterode bei Verkaufsstellen alkoholischer Getränke und Tabakwaren.

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Südniedersachsen. Die eingesetzten jugendlichen Testkäuferinnen und Testkäufer versuchten in allen acht Verkaufsstellen, Spirituosen oder Tabakwaren zu bekommen. In drei Verkaufsstellen waren sie erfolgreich. Alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forderten zwar eine Alterslegitimation der Jugendlichen.

Aus der Altersangabe zogen sie aber nicht den Schluss, den Verkauf zu verweigern, so der Landkreis: "Es ist anzunehmen, dass sich die Verkäuferinnen und Verkäufer in den genannten Fällen verrechneten."

Dieses Ergebnis zeige, wie wichtig die Überprüfungen der Verkaufsstellen durch Landkreis Göttingen und Polizeiinspektion Northeim/Osterode seien. Ziel der Behörden ist es demnach, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkaufsstellen aufzuklären und zu motivieren, sich strikt an das Jugendschutzgesetz zu halten. Sie sollten sich lieber einmal mehr den Ausweis zeigen lassen als das Alter zu schätzen, so der Hinweis der Polizei.

Anschließende Beratungsgespräche

In den anschließenden Beratungsgesprächen konnte festgestellt werden, dass ein Großteil der Verkaufsstellen ihr Personal im Bereich Jugendschutz regelmäßig schult. Die jugendlichen Testkäuferinnen und Testkäufer konnten zudem praktische Tipps für die Verkaufsstellen weitergeben.

So sollten die Jugendschutzhinweise deutlicher sichtbar für Kundinnen und Kunden angebracht werden, und das Verkaufspersonal sollte sich bewusst sein, dass Jugendliche durch ihr Aussehen heute älter geschätzt werden. Positiv sehen die Jugendlichen, dass immer mehr Verkaufsstellen ein elektronisches Kassensystem haben, das bei Alkohol und Tabakwaren auf die Altersfreigabe hinweist.

Neben den Testkäufen tragen Landkreis und Polizei mit weiteren Aktionen zum Jugendschutz bei, wie diese mitteilen. Durch Schulungen, insbesondere im Bereich Alkohol an den Berufsbildenden Schulen, sollen Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende im Bereich Einzelhandel sensibilisiert werden. Die jüngste der Schulungen fand erst vergangene Woche statt. Sie werden regelmäßig wiederholt.

Auch das HaLT-Projekt im Altkreis Osterode unterstützt die Maßnahmen des Jugendschutzes. Im Jahr 2016 mussten elf Jugendliche, die teilweise unter starkem Alkoholeinfluss standen, ins Krankenhaus eingeliefert werden, so der Landkreis. Ziel des HaLT-Projekts sei es, diese Zahl zu reduzieren.

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