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Landkreis Göttingen plant Erhöhung seiner Deponie in Dransfeld

Abfallwirtschaft Landkreis Göttingen plant Erhöhung seiner Deponie in Dransfeld

Die Kapazitäten der acht niedersächsischen Deponien der Klasse 1 für sogenannte „mäßig belastete Massenabfälle“ werden knapp. Auch im Landkreis Göttingen, der in Breitenberg und Dransfeld Boden- und Bauschuttdeponien betreibt.

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Blick von der Kreisstraße 225 Varlosen – Imbsen in Richtung Entsorgungsanlage Dransfeld in der Visualisierung der erweiterten und rekultivierten Boden- und Bauschuttdeponie.

Quelle: Landkreis Göttingen

Dransfeld. Nach der Erweiterung um einen Polder in Breitenberg, der nach Investitionen in Höhe von 2,7 Millionen Euro zusätzliche 120 000 Kubikmeter Bauschutt aufnehmen kann, ist jetzt auch eine Erweiterung in Dransfeld geplant. Und die, so zeigt die Planung, werden das Landschaftsbild um einen neuen 304 Meter hohen Berg ergänzen. Hier sollen nämlich zusätzliche Deponiekapazitäten nicht in der Fläche sondern in der Höhe geschaffen werden.

Die Erweiterung in Breitenberg verschafft etwa 15 Jahre Luft, in Dransfeld soll die Erhöhung der bestehenden Boden- und Bauschuttdeponie um 13 bis 15 Meter die Aufnahmekapazität um sieben Jahre bis 2027 verlängern. Über die Pläne hat der Landkreis Samtgemeinde und Stadt Dransfeld sowie die Gemeinde Niemetal jetzt informiert. Derzeit werden die Planfeststellungsunterlagen beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig zur Vorprüfung vorgelegt, so Landkreissprecher Ulrich Lottmann auf Tageblatt-Anfrage. An der Dransfelder Boden- und Bauschuttdeponie sind allein im vergangenen Jahr fast 54 000 Tonnen Material angeliefert worden – im Vergleich zu 2013 waren das etwa 13 000 Tonnen mehr. Den größten Anteil daran haben mit über 50 Prozent Boden und Steine. Zweithäufigstes deponiertes Material waren mit mehr als 30 Prozent Bitumengemische.

Fast alle Boden- und Bauschuttdeponien des Landes befinden sich übrigens im südlichen und mittleren Niedersachsen – in Dransfeld und Breitenberg, in Hattorf im Landkreis Osterode am Harz, in Delligsen (Landkreis Holzminden), in Höfer (Landkreis Celle) und in Sarstedt-Moorberg (Landkreis Hildesheim). Anhand der aktuell zur Verfügung stehenden Zahlen, so antwortete Umweltminister Stefan Wenzel im März auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Stefan Klein im Landtag, betrage die Restkapazität der Deponieklasse 1 landesweit 2,3 Millionen Tonnen.

In der Folge fehlender Deponie-Kapazitäten, so befürchtet der niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK), könnte die Entsorgung deutlich teurer werden, was sich wiederum zwangsläufig auch auf die Bautätigkeit auswirke. Denn egal ob Gebäude, Straße, Brücke oder Gleisbau, heißt es in einer Mitteilung des NIHK, vor einem Neubau müssten häufig zurückgebaute und abgerissene Teile entsorgt werden.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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