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Für den Ernstfall gerüstet

Kreis strukturiert Bevölkerungsschutz neu Für den Ernstfall gerüstet

Der Landkreis Göttingen hat den Bevölkerungsschutz neu strukturiert. Damit die Einsatzkräfte im Ernstfall schnelle Hilfe leisten können, wurden 1,2 Millionen Euro für Investitionen in Fahrzeuge und Ausrüstung sowie ein neues Katastrophenschutz-Depot bereitgestellt.

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Mit dem Gerätewagen, der jetzt den Göttinger Maltesern zur Verfügung steht, kann die Einrichtung einer Notunterkunft oder auch Sandsäcke transportiert werden.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. An der Industriestraße in Bovenden hat der Landkreis ein Objekt angemietet, das als Katastrophenschutz-Depot dienen soll. Auf die Immobilie sei man voriges Jahr bei der Suche nach möglichen Flüchtlingsunterkünften gestoßen, sagte Kreisrätin Christel Wemheuer (GRÜNE). Hier bestünden optimale Bedingungen für Lagerung von Hilfsmaterial wie Feldbetten, Decken, Krankentragen oder Zelten, das bei Großschadensereignissen oder im Katastrophenfall schnell verfügbar sind. Am Montagnachmittag stellten Landrat Bernhard Reuter (SPD), Wemheuer und Patrick Moritz, beim Landkreis Sachgebietsleiter für Bevölkerungsschutz, die Örtlichkeit und die bereits angeschafften Einsatzfahrzeuge den Vertretern der Hilfsdienste vor.

Weil sich der Bund weitgehend aus der Finanzierung des Katastrophenschutzes zurückgezogen habe, sagte Reuter, habe sich der Landkreis in der Pflicht gesehen, die ehrenamtlich tätigen Helfer zu unterstützen und in Fahrzeuge und Ausrüstung zu investieren. 1,2 Millionen Euro seien das in diesem Jahr, so Verwaltungssprecher Ulrich Lottmann. Das neue Bevölkerungsschutzkonzept sei aufgrund einer Potenzialanalyse und den Empfehlungen des Landesrettungsdienstes zusammen mit den Hilfsdiensten im Kreis Göttingen erarbeitet worden, erläuterte Moritz.

Für den Bevölkerungsschutz werden laut Konzept 19 Einsatzfahrzeuge und fünf Anhänger angeschafft. Die ersten Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften wurden jetzt an die Hilfsdienste übergeben. Es handle sich um Gebrauchtfahrzeuge oder Vorführwagen mit geringer Kilometerleistung. „Wir brauchen nicht die neuesten Fahrzeuge“, begründete Moritz. Viel wichtiger sei, dass von Hann. Münden bis Duderstadt alle Erfordernisse abgedeckt würden. Dazu zählt etwa ein Notarzteinsatzeinsatzfahrzeug mit Allradantrieb, das gebraucht von Rettungsdienst der Bundeswehr übernommen wurde und künftig mit einer Besatzung des Duderstädter St.-Martini-Krankenhauses im Ernstfall eingesetzt werden kann. Die DRK-Bereitschaft Münden und der Malteser Hilfsdienst können zum Beispiel bei Extremwetterlagen mit zwei Logistik-Lkw ausrücken.

Ausgezeichnet

Günther Schrader ist für sein ehrenamtliches Engagement in der Fernmeldezentrale des Landkreises Göttingen, der er seit 1978 angehört und deren Leiter er seit 1991 ist, ausgezeichnet worden. Hier laufen im Katastrophenfall alle Kommunikationsfäden zusammen. Der 63-Jährige ist zudem als ehrenamtlicher Ausbilder tätig. Er sei ein Vorbild für viele, lobte Landrat Bernhard Reuter.

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