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Hilfreiche Besuche für junge Familien

Kooperationsvertrag Hilfreiche Besuche für junge Familien

Mit Willkommensbesuchen will die Samtgemeinde Radolfshausen zukünftig junge Familien unter anderem über Angebote und Möglichkeiten in ihren Gemeinden informieren. Landkreisdezernent Marcel Riethig und Bürgermeister Arne Behre (SPD) unterzeichneten dazu am Mittwoch einen Kooperationsvertrag.

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Quelle: Franke

Göttingen / Ebergötzen. „Wir wollen die jungen Familien nicht sich selbst überlassen“, erklärte Riethig den Hintergrund der Besuche. „Es soll kein Standortnachteil sein, im Landkreis aufzuwachsen“, ergänzte Jugendfachbereichsleiterin Angela Schmil-Richter. Und Behre sieht darüber hinaus in der Vernetzung auch positive Möglichkeiten für die Vereinsarbeit in den Gemeinden.

Die Besuche erfolgen in den ersten drei Monaten nach der Geburt eines Kindes. „In der Phase sind Familien zugänglich für Hilfe von außen“, so Schmil-Richter. Erste Auswertungen hätten gezeigt, dass mit diesen Maßnahmen rund 70 bis 80 Prozent der Familien erreicht würden, sagte Antje Steinbor, Koordinatorin des Netzwerkes „Frühe Hilfen“, welches niedrigschwellige Hilfen während der Schwangerschaft und im frühen Kindesalter anbietet. Für die Auswertungen hätten Adelebsen, Dransfeld, Hann. Münden und Steaufenberg gedient, in denen die Aktion bereits laufe. Auch der Altkreis Osterode biete solche Besuche. Hier sei allerdings noch der Landkreis und nicht wie in Radolfshausen die Samtgemeinde der zuständige Ansprechpartner.

„Die Willkommensbesuche sind das Entrée für die Hilfen“, beschreibt Schmil-Richter. Mit den Besuchen könne nach Steinborns Angaben auch die Hemmschwelle gesenkt werden. Die Samtgemeinde Radolfshausen hat für die Besuche, die noch im Januar beginnen sollen, erste Honorarkräfte ausgebildet. „Zunächst werden die Erzieherin Sabrina Burzinski aus Landolfshausen und die Sozialpädagogin Heike Romanowski aus Waake die Familien informieren“, berichtete der Radolfshäuser Kinder- und Jugendreferent Stefan Bayerl, auch zuständig für das Familienzentrum, in dem die Willkommensbesuche angesiedelt sind. Das Duo erklärt den Familien, wo sie welche Hilfen erfahren können und welche Möglichkeiten die Gemeinden bieten. Dazu überreichen sie einen Ordner mit den wichtigsten Informationen und bringen auch ein kleines Geschenk mit.

„Im Mittelpunkt steht das persönliche Gespräch“, erklärt Steinborn den Ablauf. Bisher seien die Besucher in den anderen Orten auch auf keine Sprachbarrieren gestoßen. Zwar sei der erste Besuch auf deutsch, es könne aber auch ein zweiter Besuch mit Dolmetscher organisiert werden. „Wo es Probleme hätte geben können, hatten sich die Familien bereits selbst um einen Dolmetscher gekümmert“, berichtete Steinborn.

„Wenn wir auf Probleme stoßen, werden wir Lösungen entwickeln“, verweist Schmil-Richter auf die flexible Struktur des Projekts. Vor allem die Befragung über die „Frühen Hilfen“ habe ergeben, dass es häufig die ganz einfachen Dinge seien, bei welchen die Eltern Hilfe benötigten. „Es ist viel an tradiertem Wissen im Umgang mit Kindern in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden“, sagte sie. Und gerade hier böten die Willkommensbesuche die Chance für die jungen Familien.

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