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Landkreis will Deponie Hattorf ausbauen

Immer mehr Abfälle dürfen nicht mehr wiederverwertet werden Landkreis will Deponie Hattorf ausbauen

Die Entsorgungsanlage Hattorf am Harz soll künftig auf ihrem Polder 2 Abfälle der Deponieklasse II (nicht gefährliche Abfälle mit organischem Anteil) einlagern. Um das möglich zu machen, will der Landkreis Göttingen dort 7,7 Millionen Euro investieren. Dem stimmte der Umweltausschuss am Mittwoch zu.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. "Wir rechnen mit steigenden Mengen an Abfällen, die sich nicht verwerten lassen und daher deponiert werden müssen", führte Günther Helberg vom Fachdienst Abfall im Kreishaus aus. So dürfe teerölhaltiger Straßenaufbruch künftig nicht mehr verwendet werden. Bei der Sanierung wärmegedämmter Außenfassaden fielen mittelfristig vermehrt Verbundstoffe mit organischem Anteil an.

Bereits 2015, erläuterte Helberg, habe der Osteroder Kreistag den Ausbau des Polders 2 zur Aufnahme von Stoffen der Deponieklasse I (nicht gefährliche Abfälle mit geringem organischen Anteil) beschlossen. Die zunächst ermittelten Baukosten von 5,6 Millionen Euro seien im Kreishaushalt eingestellt. Der Ausbau für Stoffe der Deponieklasse II, den die Verwaltung aufgrund zwischenzeitlich geänderter Rahmenbedingungen für notwendig halte, führe zu Mehrkosten von 2,1 Millionen Euro.

In der Ausschusssitzung präsentierte Verwaltungsmitarbeiterin Andrea Schröder-Ludewig die Abfallbilanz des Altkreises Göttingen. Demnach nahm die Entsorgunganlage Deiderode im vergangenen Jahr 2400 Tonnen Sperrmüll, 20200 Tonnen Hausmüll und 1500 Tonnen Gewerbeabfälle an. Die Entsorgungsanlagen in Breitenberg und Dransfeld kompostierten 15900 Tonnen Bioabfälle und lagerten 73000 Tonnen Abfälle der Deponieklasse I (Straßenbaufbruch, Erde und Steine, sonstige mineralische Abfälle) ein. Die Menge an Altholz belief sich auf 4700 Tonnen.

"Die Entsorgungsanlage Hattorf bekam 1100 Tonnen Sperrmüll, 14200 Tonnen Restabfall und 1100 Tonnen Gewerbeabfälle angeliefert", führte Susanne Maruhn-Vladi aus. Die Mengen an Abfällen der Deponieklasse I beliefen sich auf 58200 Tonnen, die der Deponieklasse II auf 10100 Tonnen, das Altholz auf 2100 Tonnen. Im Altkreis Osterode gibt es noch keine Biotonnen.

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