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Landkreis Northeim richtet Flüchtlingsunterkunft in Dassel ein

Ehemalige Rainald-von-Dassel-Schule Landkreis Northeim richtet Flüchtlingsunterkunft in Dassel ein

Der Landkreis Northeim richtet eine Flüchtlingsunterkunft für rund 100 Menschen in Dassel ein. Dafür soll die ehemalige Rainald-von-Dassel-Schule in Dassel hergerichtet werden.

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Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Northeim. Seit etwa eineinhalb Wochen muss auch der Landkreis Northeim damit rechnen, im Wege der sogenannten Amtshilfe für das Land unregistrierte Flüchtlinge aufnehmen und in Notunterkünften unterbringen zu müssen. Es handelt sich nach Angaben des Landkreises um geflüchtete Menschen, die direkt mit Zügen und Bussen aus Bayern in Hannover-Laatzen ankommen und von dort landesweit in Notunterkünfte verteilt werden.

"Wir benötigen gemeinsam mit den Hilfsorganisationen etwa drei Wochen, bis eine Belegung mit Flüchtlingen möglich sein wird", so der Erste Kreisrat Hartmut Heuer. Nach der Zustimmung des Kreisausschusses werde der Landkreis jetzt schnellstmöglich einen neuen Heizkessel installieren, damit die Heizung wieder in Betrieb genommen werden kann.

Wann die ersten Flüchtlinge einziehen, vermag momentan niemand vorherzusagen, heißt es in der Mitteilung. "Wir hoffen derzeit auf Verständnis beim Land, dass wir erst nach Fertigstellung der Notunterkunft Amtshilfe leisten müssen", so Heuer. Ansonsten komme, wenn vielleicht auch nur übergangsweise, die Diskussion um die Nutzung von Turnhallen wieder auf die Tagesordnung.

Derzeit geht der Landkreis davon aus, im Rahmen der Amtshilfe zunächst 100 Flüchtlinge vorübergehend in der Notunterkunft unterbringen zu müssen. Die Schule wurde bereits mit den Hilfsorganisationen besichtigt. Auch die Stadt Dassel ist über das Vorhaben informiert, teilte der Landkreis weiter mit. Nach der Zustimmung des Kreisausschusses am Dienstag würden die erforderlichen Maßnahmen vor Ort schnellstmöglich anlaufen.

Im Übrigen sucht der Landkreis stetig weiter nach geeignetem Wohnraum für die Unterbringung der Flüchtlinge, die dem Kreis aus den Erstaufnahmelagern zugeteilt werden. Aktuell sind dies im Jahr 2015 bisher rund 1.200 Menschen, weitere 850 werden bis zum 31. Januar 2016 noch hinzukommen.

"Eine Prognose für den Zeitraum nach dem Auslaufen der aktuellen Quote ist nur sehr schwer möglich", sagte der Erste Kreisrat. Es werden somit dringend weitere leerstehende Wohnungen, möglichst 50 bis 80 Quadratmeter groß, benötigt. Ansprechpartnerin für den Bereich Wohnungssuche ist Andrea Schön, Telefon 05551/708322.

Gesucht werden auch Dienstleister oder Anbieter von Wohnungserstausstattungen, da die Nachfrage bundesweit aktuell sehr hoch ist. Ansprechpartner hierfür ist André Schumann, Telefon 05551/708770.

lpd/afu

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