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Landkreis Northeim will 130 Wohnungen für Flüchtlinge anmieten

Mehrheitlicher Beschluss Landkreis Northeim will 130 Wohnungen für Flüchtlinge anmieten

Derzeit sind 1038 Flüchtlinge im Landkreis Northeim untergebracht. Bis zum Jahresende sollen noch einmal 990 Menschen folgen. Um die Flüchtlinge unterzubringen, sollen nun 130 Wohnungen angemietet werden. Das hat der Kreisausschuss am Dienstag mehrheitlich entschieden, wie der Landkreis mitteilt.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Northeim. Zuvor hatte der Erste Kreisrat Hartmut Heuer die Mitglieder des Kreisausschusses über die derzeitige Situation informiert. Aktuell werden dem Landkreis Northeim demnach wöchentlich zwischen 60 und 70 Flüchtlinge zugewiesen. „Bisher ist es uns gelungen, diese Menschen dezentral in Wohnungen im gesamten Landkreis unterzubringen. so Heuer.

„Die Anmietung von Wohnungen ist aber dringend erforderlich, da zu erwarten ist, dass der Landkreis Northeim spätestens ab Mitte November die 'regulär' aus den Landesaufnahmeeinrichtungen zugewiesenen Flüchtlinge nicht mehr dezentral unterbringen kann.“

Der Kreisausschuss hatte in diesem Zusammenhang mit der Anmietung von 130 Wohneinheiten in Northeim zu entscheiden. Nach eingehender Diskussion habe der Kreisausschuss diese Entscheidung mehrheitlich getroffen, teilt der Landkreis weiter mit.

Zurzeit wird demnach eine Einrichtung in Bad Gandersheim mit rund 100 Flüchtlingen betrieben, geplant ist, dort bis zu 600 Flüchtlinge unterzubringen. Eine weitere Einrichtung betreibt das Land ab November in Dassel mit geplant rund 200 Flüchtlingen. Aktuell sucht das Land nach weiteren geeigneten Einrichtungen im Landkreis Northeim, wo insgesamt nochmals rund 800 Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

„Das Land Niedersachsen ist nach den dem Landkreis Northeim vorliegenden Informationen nicht mehr in der Lage, rechtzeitig für alle ankommenden Flüchtlinge Notunterkünfte einzurichten. Es hat deshalb letzte Woche Mittwoch die Landkreise und kreisfreien Städte im Wege der Amtshilfe herangezogen, ebenfalls Notunterkünfte einzurichten“, berichtete der Erste Kreisrat. "Ich rechne damit, dass wir spätestens in der kommenden Woche rund 300 Flüchtlinge in einer Notunterkunft unterbringen müssen, so Heuer weiter.

Aus diesem Grund hatte der Kreisausschuss zu entscheiden, ob Immobilien im Rahmen der Amtshilfe zum Betrieb einer Notunterkunft angemietet werden sollen.

Diese Immobilien müssen allerdings über eine gewisse Größe verfügen. Nach Erfahrungen der Hilfsorganisationen ist eine Mindestgröße von rund 4000 Quadratmetern empfohlen.

Der Kreisausschuss hat auch hier mehrheitlich beschlossen, dass der Landkreis Northeim geeignete Immobilien im Landkreis Northeim anpachten soll, wie es in der Mitteilung heißt. Der Landkreis wird nun entsprechende Vertragsverhandlungen aufnehmen.

Der Erste Kreisrat betont erneut, dass dringend weitere leer stehende Wohnungen benötigt werden.

  • Ansprechpartnerin für den Bereich Wohnungssuche ist Andrea Schön, Telefon 05551/708 322.
  • Ansprechpartner für den Bereich Großobjekte ist Matthias Walbrecht, Telefon 05551/708 661.

eb/afu

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