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Landkreis will Biotonnen kontrollieren

Blick in den Müll Landkreis will Biotonnen kontrollieren

Der Landkreis Göttingen wühlt demnächst im Müll: Unter dem Motto „Saubere Komposttonne“ wird am Leerungstag der Inhalt der Müllbehälter überprüft. Finden sich mehrfach andere Stoffe als Biomüll darin, wird die Tonne künftig nicht mehr geleert.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Ziel der Aktion unter dem Motto „Saubere Komposttonne“ sei es, „die Verwertung von Bioabfall möglichst problemlos zu gestalten“, erklärt Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann. Bei weniger Aufwand könnten die Abfallgebühren „positiv beeinflusst“ werden.

Nichtkompostierbar

Komposttonnen, die laut Kreisverwaltung „mit Störstoffen wie beispielsweise Plastik, Glas, Hausmüll“ oder ähnlichen nicht kompostierbaren Materialien verunreinigt sind, werden mit einem Aufkleber versehen. „Diese Stoffe“, heißt es darauf, „sind ein Problem in den Kompostanlagen. Bitte achten Sie darauf, dassnur kompostierbare Abfälle in Ihre Biotonne gelangen, damit Ihre Komposttonne weiterhin geleert werden kann.“

Der Bioabfall aus den Komposttonnen, erläutert Lottmann, „wird auf den Anlagen in Breitenberg und Dransfeld zu hochwertigem ,Duderstädter Kompost' oder ,Dransfelder Kompost' verarbeitet.“ Voraussetzung für die gute Qualität dieser Produkte sei das Ausgangsmaterial.

Deshalb ist es entscheidend, dass nur kompostierbare, organische Abfälle in der Komposttonne landen. Hierzu zählen Gemüse- und Obstreste, Kaffeesatz, Brotreste, Eierschalen, Rasenschnitt, Blumen- und Pflanzenreste, Fallobst, Laub und Vertikutiergut.

Hoher Aufwand durch Aussortieren

Die nicht kompostierbaren Stoffe in den Biotonnen, erklärt die Kreisverwahtung, habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Für die Kompostanlagen bedeute das Aussortieren einen hohen Aufwand. Kleine Kunststoff- und Glasstückchen ließen sich zudem nicht aussortieren und bleiben im fertigen Kompost.

Eine hochwertige Vermarktung des Kompostes, die auch in die Kalkulation der Abfallgebühren einfließt, sei dann nicht mehr möglich. Ergebnis: Die Gebühren steigen.

Abfalltrennung auf Arabisch

Mit einer weiteren Idee will die Göttinger Kreisverwaltung die Einhaltung der Mülltrennung verbesser: Das Informationsblatt zur Getrenntsammlung von Müll gibt es jetzt in 15 weiteren Sprachen.

In Deutschland wird Müll besonders rigoros getrennt. Das ist in anderen Ländern nicht immer der Fall. Daher erscheint die Kurzinfo der Kreis-Abfallberatung jetzt auch auf Albanisch, Arabisch, Armenisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Niederländisch, Pashtu, Russisch, Serbisch, Sorani, Tigrinya, Türkisch und Urdu.

Erläutert wird darin, welche Abfälle in Haushalten am häufigsten anfallen und wie sie richtig beseitigt werden. „Dieser Service der Abfallberatung“, erklärt der Landkreis, „hilft auch Flüchtlingen, die Getrenntsammlung von Abfällen zu verstehen und anzuwenden.“

Das Infoblatt ist als pdf-Datei auf www.landkreisgoettingen.de/Bürgerservice/Informationen, Broschüren und Satzungen und dem Suchbegriff „Abfalltrennung“ zu finden. Auf Anfrage werden auch Plakate in DIN A4 oder DIN A3 bereitgestellt.

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